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Bunkerbau in den Bezirken

Bevor ich mit dem Plan der geschützten Führungsstellen fortsetze, möchte ich das Konzentrat aus meinem in den Weiten des Internets irrenden Beitrages zusammenfassen. Er war als Antwort auf die Ausf. von @ Arthur gedacht und ist für das Gesamtverständnis vorteilhaft.
Die operativen Kampfkräfte der Landesverteidigung, also in erster Linie die Einheiten der ständigen Gefechtsbereitschaft beider Militärbezirke ( MB V + MB III) der NVA), hatten zur Organisation der Überführung in die höheren Stufen der Gefechtsbereitschaft Führungsstellen.
Im III.MSB/ MSR-2 z.B. lag meine als SC im Gefechtspark und die Mauern dieser "Buchte" hätten mich max. vor Splittern geschützt. Hier hatte ich wie jeder UVD für die Kompanie und der Unteroffizier vom Batl. für die Zeiten der Kompanien ein Zyklogramm für das MSB. Per Feldtelefonleitung musste ich die Erfüllung der jeweiligen X-Zeiten an den StSC- MSR melden welcher sich im Führungspunkt des MSR im Keller des Stabsgebäudes befand. Analog gingen die Meldungen von hier an die MSD usw. usf.
Spätestens mit Verlassen des Objektes und Beziehen des WKR = Wechselkonzentrierungsraum ( um die eigenen Truppen vor Schlägen des Gegners in den bekannten Standorten zu entziehen) erfolgte diese Meldungen per Kradmelder um auch das Abhören des Funkverkehrs zu verhindern. Von hier ging es in die nur dem K-MSR und seinem SC bekannten Geheimen Ausgangsräume.
Nun stelle man sich dieses System für die gesamte NVA vor. Bunker waren jetzt für die Kampfverbände der NVA kontraproduktiv, es wurde aus den jeweiligen mobilen Führungssystemen geführt.
Je nach Stufe der erhöhten GB und den befohlenen Einschränkungen bzw. Erweiterungen lief auch die Mobilmachung an um die Mob-Divisionen der MB III+V zu mobilisieren damit aus dem MBIII die 3.Armee der NVA und aus MBV die 5. Armee aufwachsen konnte, die dem OB der jeweiligen Front (sowjetisch) der 1.Staffel der Westfront unterstellt worden wären.
Nun musste im modernen Krieg auch das gesamte Land auf Krieg umgestellt werden und für die "Enge der DDR" kahm auch die Operationsfreiheit der 1. Staffel und die Heranführung der 2.Staffel der Vereinten Streitkräfte sowie deren umfassende rückwärtige Sicherstellung hinzu.
Bereits auch bis zu diesem Punkt waren unsere geschützten Führungsstellen bereits im Spiel.
Sie wurden im Verlauf der Jahre den Erfordernissen der LV und Erfahrungen der Schulungsmaßnahmen ( z.B. Mosaikstein) angepasst und letztendlich auf ein einheitliches System der Stufen der GB gebracht.
Auch die politischen ,gesellschaftlichen , wirtschaftlichen Kräfte führten aus ihren stationären Führungsstellen bis zum befohlenen Zeitpunkt ( i.d.R. bis GK)
Das ZK der SED und im VZ der in der gleichen FüSt dislozierten NVR führte das gesamte Land über die Führungsstelle des MfNV die MBIII+V der NVA bis zur Unterstellung unter das VOK und nach der Aufsplittung der MB-Stäbe die territorialen MB`s, ebenso die Kontrolle, in Zusammenarbeit mit allen "Kräften" die Umsetzung ihrer operativen Vorgaben der Landesverteidigung.
Über die FüSt des MfS den Schutz der zentralen Führungsstelle der Regierung und der wichtigen Gebäude der Regierung durch das Wachregiment des MfS sowie ihrer generellen Sicherheitsverantwortung für die DDR über die Mitarbeiter der BEL/KEL in den Kreisen und Bezirken.
Der Bereich des Vorsitzenden des Ministerrates ( im Frieden rund 50 Bereiche) wurde durch die Unterteilung der "Bevollmächtigten zentral über die FüSt des VMR und die angeschlossenen FüSt der Bevollmächtigten geführt und über die Mitglieder der BEL/KEL ( 1. des Rates des Bezirkes bzw. 1 des RdK) in die kleinste territ. Einheit gebracht. Ebenso die gesamte Umstellung der Wirtschaft vom Frieden- in den Kriegszustand.
Uber die FüSt des Minister des Inneren und Chef d. Deutschen Volkspolizei erfolgte ebenso über die Mitglieder der BEL/KEL alle Aufgaben der inneren Ordnung und Verwaltung. Ebenso auch z.B. die Führung der Sicherungskräfte (SK) der Kampfgruppen der Arbeiterklasse ( SKB/SKK= S-Kräfte des Bez. / Kreises) und der VPB = Volkspolizeibereitschaften welche je nach ihrer Bedeutung für die Landesverteidigung in Kategorie I und II eingeteilten Wirtschafts- und adm. Einrichtungen zu sichern hatten.
Im Bezirk war immer die BEL und im Kries die KEL der Hauptverantwortliche für die LV.
Wird fortgesetzt

In der oben genannten Sitzung des NVR wurde der Bau von "Geschützten Führungsstellen" für die pol. und militärische Führung der ehemaligen DDR in Spannungsperioden und im Verteidigungszustand für 11 BEL beschlossen. Für 4 BEL wurde die Errichtung auf den Zeitraum nach 1980 verschoben und die Schaffung von zeitweiligen oberirdischen Führungsstellen für Berlin, Schwerin, Leipzig und Suhl angeordnet. Anhand der o.g. Einheiten der Kampfgruppen der Arbeiterklasse ist mit 1988 für 15 BEL und 1x Wismut das Vorhandensein von Führungsstellen sicher da 16 KGH (A) aufgestellt waren. Die Anzahl der KEL sind oben an Hand der KGZ(A) in den einzelnen Bezirken aufgezählt. Ob jede FüSt der KEL ein "verbunkertes" Bauwerk war führt zu weit und muss separat für jeden Bezirk untersucht werden. Es gab nicht nur durch anwachsende ökonomische Probleme im Verlauf der Jahre einige Veränderungen bzw. Sparmaßnahmen.
So musste z.b. die Regierungsführungsstelle in den Kalkbergen von Rüdersdorf dem Bedarf der Zementindustrie weichen, oder die Führungsstelle des MfNV im Entenfängerberg/Geltow
( bewacht durch das WB-12) wurde mit Bildung des Kdo.-LaSK und Umstrukturierung des WB-12 in WSB-40 (1972) zur Hauptführungsstelle der "Besonderen Gruppierung I".
Im Anhang die Dokumente des NVR

In einer weiteren Sitzung des NVR 1976 wurde auf Grund der zugespitzten ökonomischen Möglichkeiten der Schutzgrad der noch nicht vorhandenen BEL van B auf D gesenkt, die eingetretenen Bauverzögerungen von teilweise bis 4 Jahren behandelt und Einsparungen an der Datentechnik + Funktechnik für die BEL beschlossen. Alle Mittel wurden auf die Führungsstellen der Regierung konzentriert und auch keine wesentlichen Einsparungen an der Ausstattung beschlossen.
Für Leipzig und Schwerin wurde die Schutzklasse D bis 1990 beschlossen und die fehlenden zwei Bezirke ( Berlin, Suhl) sind in den Dokumenten des NVR im BA online nicht erfasst. Der Eröffnungsbeitrag zeigt jedoch, dass in Suhl eine Schutzklasse D vorhanden ist und für Berlin wird es ähnlich sein. Für "Machern" in Leipzig und auch Suhl, führt der bauliche Vergleich eindeutig zur Schutzklasse D, wie für die BEL vorgesehen. Die Kostenübersicht führt die Behauptung "Machern" eine Führungsstelle der BV des MfS Leipzig ins absurde.

Auch die im Verlauf der Zeit angepassten Statute der BEL führen nur zu dem Ergebnis, dass die Leiter der BV des MfS ständig Mitglieder der BEL waren und dementsprechend einen Arbeitsbereich für sich und ihre Mitarbeiter in der FüSt der BEL bzw. KEL hatten und die führende territoriale Kraft in den Bezirken/Kreisen immer der 1. Sekretär der Bezirksleitung der SED war.
Die Fokussierung auf das MfS war zu den Wendewirren eine beliebte Taktik um von der führenden Kraft, der SED, abzulenken und in der heutigen Zeit ist mit "Stasi" mehr Publikum anzulocken als mit SED.
Damit möchte ich meinen Monolog beenden, bin bei eventuellen Fragen zur Antwort und auch zur Vertiefung bereit.
MfG, Mucker-87

Am 18.Juli 2015 habe ich einen Bunker gegenüber des Pumpspeicherwerkes Hohenwarte besuch, wo ein Tag der offenen Tür (zum 2. Mal) stattfand.
Das relativ kleine, unspektakuläre Bauwerk wurde, so wie einer Infotafel zu entnehmen war, zu DDR-Zeiten zwischen 1973 und 1976 gebaut und war zur Unterbringung des leitenden Betriebspersonals und weiterer Kräfte wie ZV (Zivilverteidigung) und Feuerwehr im Ernstfalle gedacht.
Die vielen Bilder dazu hatte ich im thematisch passenderen Forum Hidden-Places gezeigt und möchte mir das erneute Hochladen hier ersparen.
Wen es interessiert, der kann sich dort anmelden und die Bilder anschauen. (kostet ja nichts!)
http://forum.hidden-places.de/showthread...etriebspersonal
Boofinger
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