RE: Nervenstränge der Truppe

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30.06.2013 15:50
#1
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Zitat
Nach 40 Jahren endete die Geschichte der
Nachrichten- und Flugsicherungstruppen der NVA
am 2. Oktober 1990, 24.00 Uhr.
© Hans Georg Kampe, Berlin 2003


Die Nachrichtenleute haben sich ja bis zur vorderen Linie gezeigt und sollen hier nicht vergessen werden.

Zitat
01.12.1988
Der Chef Nachrichten der NVA wird Stellvertreter des Chefs des Hauptstabes und mit der Führung der Verwaltungen Nachrichten (N), Automatisierte Truppenführung (AT) und der Abteilung Funkelektronischer Kampf (FEK) beim Ministerium für Nationale Verteidigung beauftragt. Zu diesem Zeitpunkt zählen zu den Nachrichten- und Flugsicherungstruppen der NVA
Für den Führungs- und Verbindungsdienst:

1 Nachrichten-Brigade und 9 Nachrichten-Regimenter,
7 Nachrichten-Bataillone der Landstreitkräfte und 2 Nachrichten-Bataillone der Luftstreitkräfte,
9 Nachrichten- und Flugsicherungs-Bataillone der Luftstreitkräfte,
20 selbständige Nachrichtenkompanien u.a. die kadrierten Kompanien der Wehrbezirkskommandos,
1 Zentralstelle für Nachrichtennetze,
1 Zentralstelle für Schaltung und Betrieb mit 15 Schalt- und Betriebszentralen (SBZ) im Sondernetz 1 (S 1),
1 Haupt-Richtfunkzentrale (HptRFuZ);

Für den Funkelektronischen Kampf:

1 Funk-Fernaufklärungs-Regiment (Zentraler Funkdienst Dessau),
2 Bataillone Funkelektronischer Kampf der Landstreitkräfte und 1 weiteres Bataillon dieser Art der Volksmarine.

Mil.Historiker Dipl. Ing.oec.
HANS GEORG KAMPE



Hier wollen wir alles Zusammentragen was zur Nachrichtentruppe zu erzählen gibt.



FuAB-21/NB-4/AB-4/MSR-24/OHS S08/Rentner

Jedes Ding hat drei Seiten: mein, deine und die der Tatsachen.


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19.09.2014 18:11 (zuletzt bearbeitet: 19.09.2014 18:43)
#2
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Administrator

Ich will mal versuchen eine "Nachrichtenlinie" vom Militärbezirk zur MSK darzustellen. Es soll nur ein erster Versuch sein etwas Licht in das Informationsnetzwerk zu bekommen.
Es gibt kaum Literatur über die Arbeit der Nachrichtenleute egal welcher Kommandoebene sie gearbeitet haben. Die Nachrichtensoldaten haben im Stillen an ihrer Aufgabe gearbeitet. Es gab keine aktiven Kampfhandlungen während unserer Dienstzeit, also auch keine heroischen Taten wie sie im Buch von Peresypkin "Die Nervenstränge des Sieges" beschrieben wurden.
Die Nachrichtenführung die ich darstellen möchte hat nichts mit der Aufgabe des zu bedienenden Strukturelements zu tun. Viele Übungen der Stäbe wurden von den Nachrichteneinheiten sichergestellt, ohne die Arbeit der Sicherstellungseinheiten (TVK, StKp usw.), auch bei den Lehrvorführungen, Manövern und Übungen/Kontrollen im Gelände wurden die „Stabseinheiten“ gefordert. Ich habe immer gesagt „hat der Stab Husten, bringen wir die Medizin“.
Die Darstellung soll in keiner Art und Weise die Arbeit der anderen Waffengattungen und Dienste herabwürdigen oder in Frage stellen. Wir haben alle für die gleiche Aufgabe gestanden und gearbeitet.


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19.09.2014 18:49 (zuletzt bearbeitet: 19.09.2014 18:57)
avatar  bronski ( gelöscht )
#3
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bronski ( gelöscht )

Bevor die ersten Beiträge geschrieben werden, sollte man sich darüber im Klaren sein, das die Nachrichtenkomponente ein Dienst war, der die Aufgabe hatte, die Führung eben gerade dieser Strukturelemente zu ermöglichen.

Die Führung wurde hier gewährleistet von oben nach unten, bzw. umgekehrt.
Nachrichteneinheiten gab es in jeder TSK, jeder WG und jedem Dienst. Nur mit Hilfe dieser Komponente konnte und kann ein ZW organisiert werden und zustande kommen.


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21.09.2014 10:52 (zuletzt bearbeitet: 21.09.2014 10:53)
avatar  0bstihj
#4
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Na da bin ich ja einmal gespannt was die "Fachleute und Wissenden) da auf die Beine stellen.
Richtig ist das schon, ohne funktionierende Nachrichteneinheiten wäre auch der noch so größte
Feldherr aufgeschmissen.

Bei der Bewältigung dieser anstehenden Aufgabe kann ich nicht behilflich sein, da fehlt mir das
Fachwissen, ein wissenshungriger Leser werde ich aber sein.

Gutes einvernehmliches Gelingen!

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Denkt daran, ein Lächeln kostet nichts, kann dafür aber umsomehr geben!

Bilder soweit nicht andere Ownerangabe erfolgt, sind aus meiner Kamera und damit mein Eigentum.
Eigene Bilder die ich hier im Forum eingestellt habe, gelten als frei und können weitergenutzt werden,
diese Freigabe gilt nicht für kommerzielle Zwecke!

Artikel scanne ich lieber ein und lade diese über ein Bildbearbeitungstool hoch. Eingestellte Links zu versch. Artikeln
sind nach einiger Zeit nicht mehr Verfügbar und so mancher Beitrag wird damit sinnfrei. Diese kleine Mühe für Nachhaltigkeit nehme ich dann gern auf mich.

Gleichzeitig biete ich an die Bücher gegen Erstattung der Portokosten 2 x 2,55 € (Großbrief bis 1Kg)auszuleihen. Bei den heutigen Preisen muss man ja nicht
jedes Buch kaufen um es zu lesen. Wer also den Wunsch hat eines der Bücher zu lesen, kann sich gern per e-Mail melden.

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22.09.2014 21:59
avatar  0bstihj
#5
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Mitglied

Nun zerrt mal nicht an unseren Nervensträngen, wir, die Leserschaft, sind schon gespannt hinter die Kulissen der "Strippenzieher" schauen zu dürfen.

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Denkt daran, ein Lächeln kostet nichts, kann dafür aber umsomehr geben!

Bilder soweit nicht andere Ownerangabe erfolgt, sind aus meiner Kamera und damit mein Eigentum.
Eigene Bilder die ich hier im Forum eingestellt habe, gelten als frei und können weitergenutzt werden,
diese Freigabe gilt nicht für kommerzielle Zwecke!

Artikel scanne ich lieber ein und lade diese über ein Bildbearbeitungstool hoch. Eingestellte Links zu versch. Artikeln
sind nach einiger Zeit nicht mehr Verfügbar und so mancher Beitrag wird damit sinnfrei. Diese kleine Mühe für Nachhaltigkeit nehme ich dann gern auf mich.

Gleichzeitig biete ich an die Bücher gegen Erstattung der Portokosten 2 x 2,55 € (Großbrief bis 1Kg)auszuleihen. Bei den heutigen Preisen muss man ja nicht
jedes Buch kaufen um es zu lesen. Wer also den Wunsch hat eines der Bücher zu lesen, kann sich gern per e-Mail melden.

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23.09.2014 14:21
avatar  bronski ( gelöscht )
#6
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bronski ( gelöscht )

ich will dann mal beginnen, wie es mir so gerade einfällt, denn ein "Konspekt", habe ich leider nicht.
Es gab bei der Art. ein normales Führungsnetz innerhalb der Bttr, AA, AR, MSD/PD und MB.
Dann gab es die sogenannten "Spezialnetze" das waren die Netze der Führung - und Feuerleitung, der Artillerie-Aufklärung und der Führung der Raketenschläge.
All das gab es wie gesagt in den genannten Führungsebenen.

Soweit erschtemal


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23.09.2014 21:34
#7
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Administrator

Tragen wir die Informationen zusammen.
Wer hatte die ersten Informationen zu bringen bzw zu erhalten. Es sind die Gruppen, Besatzungen, Bedienungen. Sie hatten ihre Transportmittel mit Nachrichtentechnik. In der Masse UKW-Funkgeräte des Simplex-Betriebs, dH entweder senden oder empfang auf einer vorgegebenen Frequenz.. Zu jeder Regel gibt es Abweichungen, so hatten Mot.-Schützengruppen noch die R-126 als bewegliche Nachrichteneinheit zur Verbindung außerhalb ihres Fahrzeuges. Die "Feuerbatterien" arbeitetn UFT-Geräten in der Feuerstellung auf vorgegebenen Kanälen.
Nachrichtenzüge sind die ersten "Truppen" die neben der Funktechnik auch Fernsprechtechnik. Diese Einheiten unterstützten die Aufgaben der MSB/PB.
Wer brauchte in einem MSB die Verbindungen? Das wird die nächste Runde sein.


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24.09.2014 09:54
avatar  bronski ( gelöscht )
#8
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bronski ( gelöscht )

Zitat von TST-Admin im Beitrag #12
Tragen wir die Informationen zusammen.
Wer hatte die ersten Informationen zu bringen bzw zu erhalten. Es sind die Gruppen, Besatzungen, Bedienungen. Sie hatten ihre Transportmittel mit Nachrichtentechnik. In der Masse UKW-Funkgeräte des Simplex-Betriebs, dH entweder senden oder empfang auf einer vorgegebenen Frequenz.. Zu jeder Regel gibt es Abweichungen, so hatten Mot.-Schützengruppen noch die R-126 als bewegliche Nachrichteneinheit zur Verbindung außerhalb ihres Fahrzeuges. Die "Feuerbatterien" arbeitetn UFT-Geräten in der Feuerstellung auf vorgegebenen Kanälen.
Nachrichtenzüge sind die ersten "Truppen" die neben der Funktechnik auch Fernsprechtechnik. Diese Einheiten unterstützten die Aufgaben der MSB/PB.
Wer brauchte in einem MSB die Verbindungen? Das wird die nächste Runde sein.


das ist nicht ganz korrekt.
der Informationsfluß wächst immer von unten nach oben an und der GF erhält nicht vor dem KC seine Anweisungen, diese erfolgt immer von oben nach unten.


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24.09.2014 21:50
#9
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Nun denn für eine Einheit der Artillerieregimenter : die R 126 ,Spitzname "Muckertod" http://www.kpjung.de/r126.htm hatten die "Feuerbatterien" , sprich: die Feuerstaffel , vor Einführung des UFT 721 http://www.rwd-mb3.de/ntechnik/pages/uft721.htm , ebenfalls, hatte ja mal ein Pärchen aus meiner Sammlung zum Stammtisch mit... diese dienten zur Führung der einzelnen Geschützbedienungen durch den Batterieoffizier, vorwiegend zur Kommandogabe und Führung unter erschwerten Bedingungen... Der Batterieoffizier, Kurz BO, war seinerseits mittels 2 FuG R108M http://www.ostron.de/Funktechnik/Tornist...R-108M-108.html mit dem Batteriechef (BC) sowie dem Stabschef (SC) verbunden. Bei Bedarf und Notwendigkeit konnte dann Letzterer auch seinerseits die Feuerkommandos bzw Anfangsangaben zum Schießen übermitteln, ansonsten lief in dieser Funkrichtung die (Sicherheits-) Kontrolle.
Nach Einführung der Führungsstelle PU-3M kam zusätzlich ein FuG R-107M http://www.rwd-mb3.de/ntechnik/pages/r107.htm in Verbindung mit den automatischen Kommandoempfängern ( AKE- übertrug die Einstellungen zum Schießen direkt an den BO ) zum Einsatz, dieses fiel dann zumeist als "Ersatzgerät" zur verbindung mit dem BC aus....Priorität hatte die Verbindung AKE- PU-3M... Der BC hatte Verbindung zu halten mit seiner Feuerstaffel und zum Kommandeur der Artillerieabteilung ( K-AA), für letztere hatte er ebenfalls R108M.... So wimre von 1977 bis zum Ende...

Es liegt in der menschlichen Natur, daß man von jeder Einrichtung die Dornen stärker empfindet als die Rosen.

Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck (1815 - 1898), preußisch-deutscher Staatsmann und 1. Reichskanzler

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25.09.2014 14:33
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#10
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bronski ( gelöscht )

Zitat von Feuerbulle im Beitrag #14
Nun denn für eine Einheit der Artillerieregimenter : die R 126 ,Spitzname "Muckertod" http://www.kpjung.de/r126.htm hatten die "Feuerbatterien" , sprich: die Feuerstaffel , vor Einführung des UFT 721 http://www.rwd-mb3.de/ntechnik/pages/uft721.htm , ebenfalls, hatte ja mal ein Pärchen aus meiner Sammlung zum Stammtisch mit... diese dienten zur Führung der einzelnen Geschützbedienungen durch den Batterieoffizier, vorwiegend zur Kommandogabe und Führung unter erschwerten Bedingungen...


Diese R-126 war aber keine strukturmäßige Station seitens unserer WG, sie war wie das UFT nur Ersatz und zwar ein schlechter.
Die Artillerie "zu Fuß" sprich Rohrartillerie verfügte bspw. außer der KSA über kein Kommunikationsmittel, vom BO über den ZF zu den GF, alternativ gab es das Megaphon und dann das UFT.


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26.09.2014 15:48
#11
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Das Hasenradio ,wie es im Jargon der Motschützen genannt wurde,habe ich in großen Stückzahlen repariert,
es war einfach grauenvoll diese Mistkisten zu reparieren. Bei 1w watt Sendeleistung waren sie nur zur Verbindung KC - ZF -Grf einsetzbar .

Okt.74-Okt.75 TUS prora FR4
75-77 WK13 Lindhard/ 78-80 IB4 Gotha
bis okt. 84 MSR24 IKP dann 3 Jahre Na.Kp.- Werkstattleiter


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26.09.2014 22:39
#12
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Zitat von bronski im Beitrag #10
[quote="Feuerbulle"|p1801]Nun denn für eine Einheit der Artillerieregimenter : die R 126 ,Spitzname "Muckertod" http://www.kpjung.de/r126.htm hatten die "Feuerbatterien" , sprich: die Feuerstaffel , vor Einführung des UFT 721 http://www.rwd-mb3.de/ntechnik/pages/uft721.htm , ebenfalls, hatte ja mal ein Pärchen aus meiner Sammlung zum Stammtisch mit... diese dienten zur Führung der einzelnen Geschützbedienungen durch den Batterieoffizier, vorwiegend zur Kommandogabe und Führung unter erschwerten Bedingungen...


Diese R-126 war aber keine strukturmäßige Station seitens unserer WG, sie war wie das UFT nur Ersatz und zwar ein schlechter.

Nicht strukturmäßig mag ja sein, jedoch hatte ich sie im Bestand!..wie auch "strukturmäßig" 6 Haubitzen......und nun Du! Das die UFT nur schlechter Ersatz für R126 wie auch Megaphon gewesen sind ist doch nicht Dein Ernst??? ! Welche KSA meinst Du? Drahtleitungen zu den Geschützen habe ich höchstens mal zur Feuerleitung verlegt aber nie auf Übung..., hätte beim Stellungswechsel eh' nur gestört und jede Norm "versaut".....und Megaphon unter Vollschutz... war nun wirklich nicht der "Brüller"...

Es liegt in der menschlichen Natur, daß man von jeder Einrichtung die Dornen stärker empfindet als die Rosen.

Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck (1815 - 1898), preußisch-deutscher Staatsmann und 1. Reichskanzler

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27.09.2014 12:08 (zuletzt bearbeitet: 27.09.2014 12:37)
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#13
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bronski ( gelöscht )

Diese R-126 war aber keine strukturmäßige Station seitens unserer WG, sie war wie das UFT nur Ersatz und zwar ein schlechter.

Zitat
Nicht strukturmäßig mag ja sein, jedoch hatte ich sie im Bestand!..wie auch "strukturmäßig" 6 Haubitzen......und nun Du! Das die UFT nur schlechter Ersatz für R126 wie auch Megaphon gewesen sind ist doch nicht Dein Ernst??? ! Welche KSA meinst Du? Drahtleitungen zu den Geschützen habe ich höchstens mal zur Feuerleitung verlegt aber nie auf Übung...,



Man sollte Beiträge richtig lesen und nicht nur überfliegen.
Ich habe nicht vom UFT als schlechten Ersatz gesprochen, nur mal so nebenbei bemerkt, soweit ich mich erinnern kann, gab es bis 1981 in keiner Abteilung des AR-1 die R-126, wohl aber die KSA, obwohl sie seit Jahren nicht mehr benutzt wurde, auch das Megaphon, war untauglich und "entblößte" eine Fst. schon frühzeitig, ohne visuelle Aufklärung.
Die KSA hieß zu deutsch Kommando-sprech- anlage und deren Auslage wurde im Zyklogramm des Beziehens einer Fst eingearbeitet.
It`s your turn.


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04.10.2014 22:03
#14
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Deinem erstem Satz kann ich nur zustimmen: richtig, Du hast nicht gesagt, sondern geschrieben.....25.9. 14.33 Uhr......und ich habe Dich nur zitiert...... aber egal. die KSA ( 65) habe ich in der III./9.Bttr. bei Horack ( K-AA Nikolaus) kennengelernt, und in der Tat nicht genutzt. das FuG R 126 habe ich erst als BO in der I/1. kennengelernt und genutzt (!) und dann doch bei jeder Gelegenheit mit Megaphon gearbeitet...das nebenbei Inwieweit die Entfaltung der KSA im Zyklogramm eingearbeitet war kann ich mich nicht erinnern..und wenn, dann sicher bei den Nacharbeiten...damals war ja die 18:30 Norm "kriegsentscheidend"....aber das war in der Zeit meiner Versetzung zur I. Abteilung ( 1979) ja schon nicht mehr Deine Sphäre.... , von daher ...

grz

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Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck (1815 - 1898), preußisch-deutscher Staatsmann und 1. Reichskanzler

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04.10.2014 22:35
#15
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Administrator

Ich glaube die R-126 war eine Notlösung für alle möglichen Bereiche. bei einer Reichweite von ca 1,5km mit der hakelichen Antenne, der umständlichen Frequenzeinstellung und den seltsamen Silberzinkakkumulatoren konnte sie keine Freude verbreiten. Ich glaube sogar die "Arbeitsfrequenzen wurden nur in dem Kp-Bereich festgelegt. Bei dem Gedanken diese Geräte zum Informationsaustausch zwischen ZF und KC zu nutzen bin ich der Meinung die Fahrzeuge der hatten bessere Geräte an Bord.
Ich stelle fest, die R-126 hat es gegeben und das in verschiedenen Bereichen einer Division bzw Regiment.


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06.10.2014 13:24
#16
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Ich nehme an,dieses meinte wohl Bronski...wimre bekamen wir die Frequenzen vom Offizier Nachrichten der Abteilung zugeteilt.In der Feuer Staffel gab es dafür nur eine Frequenz...das Ein trainieren der Funkdisziplin war dann ein ***Vergnügen... :-)

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06.10.2014 16:17
avatar  bronski ( gelöscht )
#17
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bronski ( gelöscht )

Zitat von Feuerbulle im Beitrag #16
Ich nehme an,dieses meinte wohl Bronski...wimre bekamen wir die Frequenzen vom Offizier Nachrichten der Abteilung zugeteilt.In der Feuer Staffel gab es dafür nur eine Frequenz...das Ein trainieren der Funkdisziplin war dann ein ***Vergnügen... :-)


ich antworte mal mit dem "Gen." Heinrich Heine.


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04.02.2015 20:44
avatar  rabenvater ( gelöscht )
#18
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rabenvater ( gelöscht )

Bild entfernt (keine Rechte)Das wichtigste Nachrichtenmittel war die Feldwandzeitung - fragt mal eine der roten oder blauen Waldameisen.
Nee - mal im Ernst. Das wichtigste Nachrichtenmittel in der Feuerstellung war die Stimme des BO's. Jedes und ich meine wirklich JEDES Kommando musste auf den Buchstaben und die Zahl genau am Geschütz ankommen. Jede Rückfrage von einem Geschützführer oder K1 machte - insbesondere beim scharfen Schießen - die ganze Feuerstaffel nervös. Ein BO ohne "richtige" Stimme wurde über kurz oder lang zur Witzfigur.
Das nächste, insbesondere von älteren Offizieren bevorzugte Nachrichtenmittel waren die Flaggenzeichen. Die waren aber auch nur bedingt nützlich: die Geschützführer standen im Ural auf ihrem Sitz in der Luke, konnten aber dem Kraftfahrer nur mit flaggenwedeln vor der Scheibe oder kurzzeitiges Abtauchen beeinflussen. Ich saß in der Tür meines UAZ (die Scheibe war rausgeschraubt) und hatte zu einigermaßen Sichtkontakt zum ersten Geschütz. Diese Art der Informationsübermittlung funktionierte auch nur so halbwegs. Rückmeldungen von den Geschützen während des Marsches kamen kaum bei mir an.
Genau so lustig war die Übermittlung eines Feuerkommandos unter Vollschutz. Das "Batterie Feuerkommando!" wurde mit Hupe vom UAZ signalisiert. Darauf hin trabten die K3 zum BO Stand und schrieben sich Aufsatz, Teilring, Zünder und Ladung sowie das Feuerregime auf ein kleines Kärtchen - soweit sie mich unter der Sprechermaske überhaubt verstehen konnten (zur Sicherheit hatte ich meist keine Membrane drin). Ich warf einen kurzen Blick auf jede K3 Karte und die Jungs trabten wieder zum Geschütz.
Das war völlig "old scholl", dauerte ewig und machte den K3s stramme Waden.
Irgendwann kam ich dann auf den Dreh, die UFT's zu verwenden. Das war ne ziemliche Haßliebe. Die Akkus waren uralt und im Winter ziemlich schnell leer. Wirklich robust waren die Dinger auch nicht, die Körperantenne riss oft ab, die Stabantenne war im Weg.
ABER ich bekam relativ zuverlässig und unter allen Umständen Verbindung zu meinen Wummen. Ich glaube, es gab auch so was wie ein Sprechgeschirr (heute sagt man haedset) und dann funktionierte es auch unter Vollschutz halbwegs.


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04.02.2015 21:08
avatar  rabenvater ( gelöscht )
#19
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rabenvater ( gelöscht )

Ich mach mal weiter:
Zwei Leute hatte mich Gefecht und auf dem Marsch rumzukommandieren: das war mein Batteriechef und mein Stabschef.
Auch hier waren die vorhandenen Mittel nicht wirklich zweckmäßig eingesetzt. Die Funkstrecke BO-BC wurde sichergestellt mit jeweils einer R108 - diese Gurken. Auf den SPW gab es eine R123, die genügend Power hatte, die drei bis fünf Kilometer bis zu mir zu überwinden. Die musste der BC aber zur Verbindung mit dem K-AA nutzen. Ich weiß nicht, wie oft wir dann versucht haben, den BC mit der Langdrahtantenne "einzufangen". Ich habe meine Funker noch im Ohr: "Zählen Sie zu meiner Abstimmung!" und er ging dann mit der Fequenz hinterher.
Die zweite Funkstrecke zum SC lief über die wesentlich modernere und leistungsstärkere R107M und bereitete keine Probleme. Der Führungspunkt vom SC war ja quasi "um die Ecke".
Beide Funkgeräte waren bei mir mit dem KFG verbunden, sowohl auf dem Marsch als auch in der Feuerstellung. Und als "Diener zweier Herren" konnte ich also beide auch hören. Im UAZ waren die Funkgeräte fest eingebaut und Außen waren drei Viermeter Peitschenantennen, die während des Marsches gut abgebunden werden mussten.
Über die Funkkstrecke zum SC wurde auch der automatische Komandoemfänger (AKE) befeuert. Ja stimmt: die offizielle Lesart war, Anfangsangaben vom AKE haben vor denen des "Handrechners" mit seinem FLG Vorrang. In der Praxis war der Rechner aber immer schneller als der AKE. Seine Werte gingen zu den Wummen und nur bei größeren Abweichungen wurde mit den AKE werten geschossen. Wenn ich das noch halbwegs auf dem Schirm habe, war die Normzeit von "Ziel aufgefasst!" bis "Batterie feuerbereit!" eine Minute und dreißig Sekunden.
Soviel zu meinen artilleristischen WLAN.


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04.02.2015 21:40
avatar  rabenvater ( gelöscht )
#20
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rabenvater ( gelöscht )

Und wo ein WLAN ist ist ein LAN nicht weit *grins*
In jeder Batterie gab es einen Fernsprechtrupp, das "Gefechtsfahrzeug" war der LO LBT aus Zittau. Wenn ich mich richtig erinnere, waren das der Truppführer, ein Fahrer/Fernsprecher und ein Fernsprecher.
Die Fernsprecher hatten es wirklich nicht einfach bei uns. In der Ausgangslage stellten sie zunächst die Verbindung zum BC her und bauten die Leitung von Vorn nach Hinten.
Nachts in der ersten Feuerstellung, als endlich ein bischen Ruhe einzog und bis auf die Wache jeder versuchte ein bischen zu pennen, schlug der Truppführer bei mir auf und hielt mir das schwarze Kabel voller Stolz entgegen: "Ich hab den Batteriechef!"
Endgerät dran, durchgekurbelt - NIX! Entweder hatte es mal wieder das Kabel erwischt oder die B-Stelle pennte bereits. Unter günstigsten Umständen erntete der so stolze Truppführer nur ein mittleres Grollen von mir "Und deswgen machst du mich wach, du glattes Gerät!?!"
Eine andere Variante: Truppführer schlägt am BO-Stand auf, Verbindung steht. Alles Bestens. Der Funktrupp hat die Gefechtsaufgabe erfüllt. Ruhm und Ehre über die Helden des Gefechtsfeldes! Und aus dem KFG röhrt es "Batterie Stellungswechsel!"
Aber mal im Ernst, wenn die Kabelverbindung stand, war die Verbindung wirklich gut im Gegensatz zum "WLAN" "Höre mit zwo - sehe mit fünneff!"
Die Kabelverbindung zum SC war die sache meines Kutschers - wir hatten eine 500 Meter Rolle und eine Rückentrage im UAZ und die paar Meter zum SC waren keine Hürde.
Bild entfernt (keine Rechte) Vielleicht kann mir der Nachrichtenstaber da mal weiter helfen:
am BO Stand gab es so eine kleine Haspel mit Fernsprechkabel, der Mantel war durchsichtig bräunlich und es waren auch nur ein paar Meter auf der Haspel. Außerdem gab es noch einen Feldfernsprecher, der war aber nicht schwarz wie üblich, sondern das war dunkelbraunes Bakelit (?) und der Handapparat hatte keine Srechmuschel sondern ein kleines, vielleicht ein Zentimeter im Durchmesser großes Mikrofon. Diese Dinger gab es, soweit ich weiß in diesem Gerätesatz.


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