RE: Nervenstränge der Truppe

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04.02.2015 22:58
#21
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Eine mögliche Hilfestellung für das Drahtgewusel.

Der Feldfernsprecher könnte folgender Modell gewesen sein



Und das war das Kabel. Normalerweise waren da 500m plateummandeltes Kupferkabel drin. Wurde als LFL gehandelt und war eigentlich zur Einmalverlegung gedacht. Konnte verschossen werden oder auch per Hubschrauber verlegt werden. Allerdings waren dann die Trommel zu eine 4er Gruppe also 2000m gekoppelt. Waren nicht zur Mehrfachnutzung gedacht. Verlegt---> vergessen.



FuAB-21/NB-4/AB-4/MSR-24/OHS S08/Rentner

Jedes Ding hat drei Seiten: mein, deine und die der Tatsachen.


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05.02.2015 10:32
avatar  bronski ( gelöscht )
#22
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bronski ( gelöscht )

Zitat von rabenvater im Beitrag #20
Und wo ein WLAN ist ist ein LAN nicht weit *grins*
In jeder Batterie gab es einen Fernsprechtrupp, das "Gefechtsfahrzeug" war der LO LBT aus Zittau. Wenn ich mich richtig erinnere, waren das der Truppführer, ein Fahrer/Fernsprecher und ein Fernsprecher.
Die Fernsprecher hatten es wirklich nicht einfach bei uns. In der Ausgangslage stellten sie zunächst die Verbindung zum BC her und bauten die Leitung von Vorn nach Hinten.
Nachts in der ersten Feuerstellung, als endlich ein bischen Ruhe einzog und bis auf die Wache jeder versuchte ein bischen zu pennen, schlug der Truppführer bei mir auf und hielt mir das schwarze Kabel voller Stolz entgegen: "Ich hab den Batteriechef!"
Endgerät dran, durchgekurbelt - NIX! Entweder hatte es mal wieder das Kabel erwischt oder die B-Stelle pennte bereits. Unter günstigsten Umständen erntete der so stolze Truppführer nur ein mittleres Grollen von mir "Und deswgen machst du mich wach, du glattes Gerät!?!"
Eine andere Variante: Truppführer schlägt am BO-Stand auf, Verbindung steht. Alles Bestens. Der Funktrupp hat die Gefechtsaufgabe erfüllt. Ruhm und Ehre über die Helden des Gefechtsfeldes! Und aus dem KFG röhrt es "Batterie Stellungswechsel!"
Aber mal im Ernst, wenn die Kabelverbindung stand, war die Verbindung wirklich gut im Gegensatz zum "WLAN" "Höre mit zwo - sehe mit fünneff!"
Die Kabelverbindung zum SC war die sache meines Kutschers - wir hatten eine 500 Meter Rolle und eine Rückentrage im UAZ und die paar Meter zum SC waren keine Hürde.
Vielleicht kann mir der Nachrichtenstaber da mal weiter helfen:
am BO Stand gab es so eine kleine Haspel mit Fernsprechkabel, der Mantel war durchsichtig bräunlich und es waren auch nur ein paar Meter auf der Haspel. Außerdem gab es noch einen Feldfernsprecher, der war aber nicht schwarz wie üblich, sondern das war dunkelbraunes Bakelit (?) und der Handapparat hatte keine Srechmuschel sondern ein kleines, vielleicht ein Zentimeter im Durchmesser großes Mikrofon. Diese Dinger gab es, soweit ich weiß in diesem Gerätesatz.



Es gab in der AA einen Grundsatz für die Verlegung von FF-Kabel, die da war, eine Bttr legte die Ouerverbindungen auf der B-Stelle, die Handbatterie legte i.d.R. die Stichleitung und die andere verlegte unten quer


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05.02.2015 12:26
avatar  rabenvater ( gelöscht )
#23
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rabenvater ( gelöscht )

So sollte es sein, wenn sich die Abteilung in der Gefechtsordnung entfalltet hat.
Abteilungsübungen waren eher selten, viel öfter waren wir als Batterieverband auf dem Spielplatz - egal ob in Lehnitz zu den Taktikkomplexen oder zu einer Übung mit scharfem Schuß in Klietz.


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05.02.2015 13:39
avatar  bronski ( gelöscht )
#24
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bronski ( gelöscht )

Zitat von rabenvater im Beitrag #23
So sollte es sein, wenn sich die Abteilung in der Gefechtsordnung entfalltet hat.
Abteilungsübungen waren eher selten, viel öfter waren wir als Batterieverband auf dem Spielplatz - egal ob in Lehnitz zu den Taktikkomplexen oder zu einer Übung mit scharfem Schuß in Klietz.


nun da wurde nichts anderes gemacht, als während einer Abt.Übung auch, nur eben auf Bttr -Ebene.


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06.02.2015 23:01
avatar  SEG15D
#25
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Nun, was der Truppe wirklich zur Verfügung stand..weiß ich nicht.
Ich hab nur repariert und zwar alles , was auf Kurzwelle gesendet und empfangen hat.
Meine besonderen Lieblinge kamen aus dem Funkwerk Köpenick....die SEG's
Was wir noch an Russen machten...darüber gibt mein WDA Auskunft.
Erinnere mich aber noch an die Bleistift-Röhren in deren Eingeweide...lang her!
Aber so'ne R130 hatte auch etwas....

Gruß vom SEG15D


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07.02.2015 22:27
#26
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Na, soo schlecht waren die R 108M nun auch wieder nicht: doof war nur, wenn in Rathenow oder wo die Kollegen Verbündeten mittelprächtigen Funkbetriebsdienst entfalteten und deren Frequenzen nahe der unseren waren, da war wirklich manchmal was los. Habe mir eigentlich immer angewöhnt mit erhöhter Kulikow und Gegengewicht zu arbeiten und bei längerem Verbleib mit der leicht erhöhten Langdraht zu funken: klappte eigentlich immer...man mußte aber nach Möglichkeit genau mit der Langdraht in Richtung Gegenstelle ausgerichtet sein, was aber in Klietz weniger das Problem war: je kürzer die Langdraht umso breiter die Sende"Keule", zirka 15 m der Langdraht in Grundrichtung und diese auf 2m erhöht langte vom Sprengplatz bis Stahl 3....ansonsten auch gerne mal die R 107 benutzt.....die R130 auf dem "Funkgerätesatz" des BO haben wir mehr zum Radiohören als Funken genutzt: gelegentlich mal zur Entgegennahme einer Wettermeldung..
Grz Feuerbulle

Es liegt in der menschlichen Natur, daß man von jeder Einrichtung die Dornen stärker empfindet als die Rosen.

Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck (1815 - 1898), preußisch-deutscher Staatsmann und 1. Reichskanzler

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07.02.2015 22:45
#27
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der "braune" Fernsprecher kam zusammen mit dem AKE und der R 107M mit und den habe ich auch so gut wie nie genutzt, vor allen lief der mit etwas außergewöhnlichen Akkus...- .die "Haspel" hatte so 200m Draht drauf, die wurden benötigt um die R 108 , die rückwarts der Batterie aufgestellt wurden mit den KFG zu verbinden. Vor Einführung des AKE habe ich das oft genug gemacht zwecks "Funktarnung" der Feuerstellung, ( aber auch um den Funker Gelegenheit zu geben, in Ruhe für den BO-Stand Kaffee zu kochen) , danach ging das ja nicht mehr....eben wegen der AKE's .....danach wars nur noch Reservoir für mal schnell benötigte LFL.

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