Spezielle Nachrichtentechnik

19.05.2013 12:49
#1
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Informationssysteme des Militärs

(Meldereiter, Sigmalanlagen, optische Informationsübertragung, Spezialnachrichtenverbindungen, und ähnliches)

Hier sollten Beiträge erscheinen die von Anfang der nachrichten technischischen Nutzung beim deutschen Militär bis heute berichten.
- Welche Systeme wurden wo und wie genutzt
- Mit welchen technischen Mitteln wurde gearbeitet
- Wie wurden die Bedienkräfte ausgebildet
- Wo gibt es Bilder, Literatur oder Erlebnisberichte



FuAB-21/NB-4/AB-4/MSR-24/OHS S08/Rentner

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19.05.2013 15:05
avatar  b00finger ( gelöscht )
#2
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b00finger ( gelöscht )

Als Funkamateur habe ich vor kurzem einen schönen Vortrag über die Entwicklung der Telegrafie besucht.
Telegrafie ist nicht nur die Übermittlung von Morse- bzw. Fernscheibzeichen über Draht und Funk, also elektrisch, sondern auch rein optisch.

Dazu Zitiere ich mal ein paar Zeilen von dieser interessanten Webseite:

http://www.optische-telegrafie.de

Zitat
Die Königlich-Preußische Optische Telegrafenlinie Berlin - Koblenz 1833-1849

Vor dem Hintergrund der außenpolitischen und militärischen Situation Anfang des 19. Jahrhunderts war Preußen veranlaßt, sich eine stabile und schnelle nachrichtentechnische Verbindung vom preußischen Kernland in die sich seit 1815 im preußischen Besitz befindlichen Rheinprovinzen zu schaffen.

Auf Veranlassung der Königlich-Preußischen Regierung wurde zwischen 1832 und 1833 eine optisch-mechanische Telegrafenverbindung von Berlin nach Koblenz über Magdeburg und Köln errichtet. Mit Hilfe von insgesamt 62 Telegrafenstationen wurde eine Strecke von 587 km bedient.

Die optische Telegrafenlinie in Preußen war eine ausschließlich staatlich und militärisch genutzte Nachrichtenverbindung und war in ihrer Gesamtlänge von 1833 bis 1849 im Dienst.




Auch Blinkzeichen wurden zur militärischen Nachrichtenübermittlung benutzt.
Ein Denkmal ganz in meiner Nähe weist darauf hin.
Die Blinker und das Blinkerdenkmal in der Nähe des Landgrafen bei Jena.


Hier gibt es mehr über die ehemaligen Deutschen Blinker zu erfahren:

Jenaer Stadtmagazin Juli 2011 (Blinker Artikel Seite 16/17)


Blinker-Trupp.- Alle Waffengattungen der Kavallerie wurden daran ausgebildet


Blinker-Trupps mit Husaren, Dragonern, Kürassieren und Ulanen


Boofinger


[ Editiert von b00finger am 19.05.13 15:34 ]
[ Editiert von Administrator TST-Admin am 20.05.13 10:45 ]

[ Editiert von b00finger am 20.05.13 16:10 ]

[ Editiert von Administrator moorgeist am 21.05.13 15:23 ]

[ Editiert von Administrator Polaris89 am 29.06.13 22:02 ]


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24.05.2013 22:48
#3
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Nachtrag zum Beitrag von User Boofinger

Blinkzeichen auf dem Landgrafen
ein Steinklotz steht im Walde, still und stumm –
lange Zeit galt dies für das Blinkerdenkmal auf dem Landgrafen:
Lange Zeit darbte es als verstümmeltes und in Vergessenheit geratenes Ehrenmal im Unterholz,
heute
zu seinem 90. Geburtstag tritt es dem Besucher wieder erkennbar und
vorzeigbar als Denkmal entgegen. Steht nur noch die Frage im Raum:
Wer oder was sind die Blinker?

Blinken mit Feuer
Der Mensch hat seit jeher ein starkes Bedürfnis miteinander zu kommunizieren. Im heutigen Zeitalter hoch entwickelter Telekommunikation ist es kaum noch ein Problem, diesem Bedürfnis auch über größere Distanzen beizukommen, noch vor Hundert Jahren musste man sich jedoch anderer Mittel bedienen, wenn es darum ging, Botschaften ohne Hilfe von Funk und Telefon möglichst schnell und zielgerichtet an eine Person zu senden, die sich außer Ruf- oder Hörweite befand – was gerade in militärischen Auseinandersetzungen mitunter die Entscheidung über Sieg oder Niederlage mit sich bringen konnte. Erste Versuche nichtelektronischer
Telekommunikation – wenn man das damals überhaupt so nennen konnte – fanden wohl bereits in der Antike statt: Die Griechen sandten die Nachricht ihres Sieges über Troja im Jahre 1184 v.Ch. über eine Feuerzeichenkette in das 555km entfernte Argos. Die Römer wiederum spezialisierten sich darauf, mit Feuerschein und glänzenden Metallschilden entlang der Grenzanlagen des Imperium Romanum zu kommunizieren: Hinter einem großen Schild standen zwei ›Telegrafisten‹, die entsprechend dem zu sendenden Buchstaben Fackeln an einer bestimmten Position links oder rechts des Schildes hielten und so quasi frei formulierte Botschaften zum nächsten Wachturm sendeten.

Blinken mit Sonne
Auf ähnliche Weise kommunizierte man in den folgenden Jahrhunderten auch bei Seeschlachten von Schiff zu Schiff – solange sie auf der gleichen Seite standen. Weiterentwicklungen gab es hier erst mit der Erfindung des Fernrohrs und der Einführung von Blinklampen, die – in weiterentwickelter Form – bei Schiffen, die ohne Funk ausgestattet sind, heute noch Einsatz finden. Diese wurden mit einer Art ›Jalousie‹ versehen: Mit einem Hebel verschloss man die Leisten der Jalousie im Rhythmus der zu übermittelnden Zeichen und da diese Schließklappen ein augenähnliches Aussehen haben, wurden diese recht bald Blinker genannt. Erste derartige zur Fernkommunikation eingesetzte Blinkgeräte waren die ›Heliographen‹: Diese reflektierten das Sonnenlicht mit Hilfe eines Spiegels auf einen gezielten Punkt hin, an dem man die ›lichtgemorsten‹ Zeichen empfing und zurückübersetzte. Zwar konnte so bereits über Distanzen von bis zu 50km kommuniziert werden, die Abhängigkeit vom Sonnenlicht erwies sich mitunter jedoch als sehr nachteilig.


Blinken mit Karbidlampen
Infolgedessen sann man darauf, das Sonnenlicht im Blinker mit Hilfe der Chemie zu ersetzen und führte Karbidlampen ein. Dass diese jedoch noch nicht die Krönung der Lichttelegraphie sein konnten, bekamen all jene Soldaten, die als Nachrichtenmelder ins Feld zogen, mitunter recht deutlich zu spüren: Zum einen waren sie, um die Lampe funktionsfähig zu machen, angehalten immer Calciumcarbid und Wasser mitzuführen, zum anderen setzten sie sich gelegentlich selbst außer Gefecht, da bei der chemischen Reaktion beider Stoffe ein Gas (Ethin) entsteht, welches bei mangelhafter Verbrennung eine narkotische Wirkung bewirken kann. Schlachten wurden dadurch wohl nicht verloren, aber zu ›Unfällen‹ soll es immer wieder gekommen sein.
Umso erfreuter war man, als endlich Blinkscheinwerfer aufkamen, die auf elektronischer Basis mittels Batterien funktionierten. Mit den hierbei eingesetzten Tagesglühlampen konnte man Distanzen zwischen drei und fünf Kilometern problemlos überwinden, die Nachtglühlampen reichten sogar sechs bis acht Kilometer weit.

Blinken mit Strom
Nun kommt auch Jena ins Spiel: Einige dieser modernen elektronischen Blinkermodelle wurden in den Fabrikhallen des Carl-Zeiss-Betriebs hergestellt. Und als der Erste Weltkrieg aufzog, schien es recht nahe gelegen zu haben, in der Garnisonsstadt Einheiten von ›Funkern‹ auszubilden, die sich auf und zwischen den die Stadt umgebenden Höhenzügen in der Bedienung des elektronischen Blinkers übten, um dann als Blinkersoldaten die drahtlose Kommunikation zwischen den einzelnen Einheiten im Felde zu ermöglichen.
Diese erfolgte mittels Blinkzeichen nach dem Morsesystem, wobei der Kommunikationspartner die Blinkzeichen mit Hilfe eines starken Monoculars oder eines Beobachtungsfernrohrs empfing. Diese erwiesen sich als notwendig, da man nicht darauf aus war, dass der Feind die jeweiligen Lichtbotschaften einfach mitlesen konnte. Daher wurden die Blinklampen mit einer Querschnittsblende zur Abblendung bzw. eine Rotfilterscheibe zur ›Unsichtbarmachung‹ versehen, so dass die Lichtsignale nur in stark abgeschwächter Form gesendet wurden und damit nur für denjenigen, der genau
weiß, wo er hinschauen soll, überhaupt sichtbar waren. Für eine fehlerfreie Datenübertragung war es somit auch unerlässlich, dass die Peilung zwischen den Kommunikationspartnern übereinstimmte. Da die Blinkersoldaten im Fronteinsatz die Nachrichten oft auch aus Beobachtungsballons übermittelten, wurde auch dies an den Hängen um Jena erprobt: Zumindest am Landgrafen findet man im Unterholz noch betonierte Verankerungen, die Anlass zu der Vermutung geben, dass dort einst Übungsballons der Blinkereinheiten befestigt gewesen sind.

Die Weihung des Blinkerdenkmals
Lange Jahre ebenfalls fast im Unterholzverschwunden, steht dort, nur wenige Meterweiter und mittlerweile wieder hergerichtetseit nunmehr 90 Jahren das Blinkerdenkmal.Nach Ende des Ersten Weltkrieges bemühteman sich vielerorts in Deutschland, die jüngste Geschichte zu verdauen – unter anderem inForm von Ehrenhainen und Gedenksteinen.Auch die Blinker, die einst in Jena ausgebildet
und dann an die Front geschickt worden waren, hatten das Bedürfnis, ihren gefallenen Kameraden ein Denkmal zu setzen.
Am letzten Maiwochenende im Jahre 1921 trafen daher etwa 160 ehemalige Blinker in
Jena ein, um in ihrer einstigen Garnisonsstadt einen Gedenkstein zu Ehren ihrer Kameraden einzuweihen. Allein aus Mitteln des Blinkerverbandes bereitgestellt, hatten sie ein Mahnmal auf dem Landgrafen, ihrer einstigen Übungsstätte, errichten lassen. Begleitet von Gesängen des Jenaer Männergesangsvereins, mehrerer patriotischer Reden und einer Weihung durch den städtischen Pfarrer wurde das Denkmal dann am 29. Mai 1921 unter Anwesenheit hunderter Bürger der Stadt feierlich eingeweiht. Von einem Stahlhelm gekrönt und nur mit wenigen Verzierungen versehen, befand sich einzig auf der Vorderseite eine, obgleich glorifizierende, knappe Inschrift »1914 – Unseren
Helden – 1918. Die deutschen Blinker«, die derNachwelt die Bedeutung dieses Denkmals näher bringen sollte.

Vergessen und wiederentdecken
So viel Andrang und Aufmerksamkeit wie an diesem Tag erlebte das Mahnmal in den
nachfolgenden Jahrzehnten dann allerdings nicht mehr. Während des Zweiten Weltkrieges standen andere Ziele im Vordergrund und mit Aufkommen des Arbeiter- und Bauerstaates galt es, alles Vorangegangene in eine Ideologie des Sozialismus zu verwandeln oder von der Oberfläche verschwinden zu lassen. Dementsprechend wurde dem Blinkerdenkmal seine ursprüngliche Bedeutung genommen, der Stahlhelm unkenntlich gemacht, das Eichenlaub an den Seiten und das Eiserne Kreuz vorne und hinten beseitigt und natürlich auch die Inschrift aus dem Stein entfernt.
Bis zur innerdeutschen Wiedervereinigung stand infolgedessen nur noch ein Steinklotz im Walde, der mit der Zeit nicht nur zunehmend in Vergessenheit geriet, sondern auch mehr und mehr verfiel, vermooste und von Gestrüpp überwuchert wurde. Die Wende selbst brachte auch keine Veränderung an diesem wahrlich nicht ehrwürdigen Zustand des Denkmals. Erst durch die Initiative einer Jenaer Reservistenkameradschaft, die sich auf der Suche nach einem Pflegeobjekt an die Stadt gewandt hatte, rückte das vergessene Ehrenmal wieder ins Licht allgemeiner Öffentlichkeit.
Von JenaKultur kurzum als pflegewürdiges, stadtgeschichtlich relevantes
Merkzeichen eingestuft, wurden Geldmittel bereitgestellt, um das Blinkerdenkmal, das bis dahin nicht einmal auf der offiziellen Denkmalliste lokaler Ehrenmale erwähnt worden war, zu sanieren. Allerdings stand von vornherein fest, dass die Wiederherstellung in der ›entmilitarisierten‹ Form beibehalten werden sollte, also ohne Stahlhelm und Verzierungen. Als einziger Kompromiss wurde zugelassen, die Teilinschrift »Die deutschen Blinker« wieder anzubringen.
In mehreren Arbeitseinsätzen wurde der Gedenkstein im Frühjahr 2009 wieder in ein Denkmal zurückverwandelt, zudem auch das Umfeld neu angelegt und bepflanzt, so dass das restaurierte Ehrenmal im Herbst 2009 zum zweiten Male als Blinkerdenkmal eingeweiht werden konnte. Über die ursprüngliche Bedeutung des Denkmals informiert heute eine vor dem Denkmal aufgestellte Informationstafel, so dass der Spaziergänger nicht mehr ahnungslos vor einem namenlosen Steinklotz steht.(mei)

Von Dr. Matthias Eichardt/Stadtmagazin07 im Juni 2011



Das alte Blinkerdenkmal


Das erneuerte Blinkerdenkmal



Ja wenn die Sonne scheint klappt es immer


46-OTTOMAN SOLDIERS TURKISH HELIOGRAPH AT HUJ, 1917 von Ottomanpalestine_1



"Das ist der Feldsignaltrupp 229 aufgenommen in den Vogesen, Mai 1917" von drakegoodman



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13.08.2013 12:58
avatar  b00finger ( gelöscht )
#4
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b00finger ( gelöscht )

Am Wochenende habe ich am Landgrafen (Aussichtsturm) beim Aufstieg an der Wand
ein Bild (Zeitungsausschnitt) fotografiert, wo die Schrift auf dem Denkmal so halbwegs
erkennbar ist.
Es iwar das gleiche Bild in das erste Bild in Oldmafri's Beitrag. #3 oben.

Zu lesen ist:

1914
UNSEREN
HELDEN
1918

Die Deutschen Blinker




Hier noch ein weiteres Bild der stolzen Truppe, welches im Aussichtsturm am Landgrafen zu sehen ist.



Boofinger


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22.10.2013 16:54
avatar  orlow
#5
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Nachrichten-Abteilung 29
Standort Erfurt Jägerkaserne

2. Kompanie= Funkkompanie mit Panzer-Funkertrupp.

Ausgerüstet mit zwei Panzern III (3,7 Kanonenattrappe) und 4 Panzer I mit einem Antennenring auf dem Heck.
[[File:f18t97p898n1.jpg|none|150px|150px]]

Dateianhänge
  • {[norights]}

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22.10.2013 18:37
#6
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Danke Orlow
für die Informationen. Mein alter Herr war Oberfunkmeister auf so einer Kiste. Wurde aber von der "Ostfront" auf Grund der relativ hohen Verlust von Nachrichtenmenschen zurück nach Ordruf zu Heranbildung von Panzerfunkern befohlen. Leider habe ich keine Bilder von seiner Armeezeit. Habe aber dir Tradition weitergeführt.



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29.12.2014 20:39
avatar  polsam
#7
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TAZAG steht für Tonaufzeichnungfsanschaltgerät

Ein befreundeter Sammler nennt diese Gerät sein Eigentum. Auf Grund des Begleitblattes ist vom Einsatzt bei der NVA auszugehen.
Bei welchen Truppenteilen und zu welchem Zweck wurde diese Technik eingesetzt?

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Das gleiche Gerät TAZAG ist nochmals vorhanden aber mit einem MIRA mit der Aufschrift Eigentum der NVA

Ich habe dann versucht etwas herausazufinden.
Ausser der Bezeichnung Tonaufzeichnungsanschaltgerät war im net nichts zu finden.
Daher habe ich ein paar Anfragen an Sammler und kompetente Zeitgenossen gestellt.
Die erste Antwort habe ich erhalten.


Werter Herr J........
danke für die Wiederholung der Sendung. Mit der Analyse bin ich mir nicht
schlüssig, die oder eine richtige Antwort geben zu können. Mit Sicherheit
würde ich sagen, die Kombination beider Geräte stellt eine
Aufzeichnungseinheit dar. Sie muss mobil im Einsatz gewesen sein. Der
Kabelanschluss spricht für ein mehrpaariges Kabel vom Typ eines FK 10, steht
für Feldkabel 10-paarig. Im konkreten Fall haben wir es mit nur 6 Paaren zu
tun. Der Mittelpol wird der Massekontakt sein. Ein 6-paariges Kabel in
dieser Form ist mir ungeläufig. Möglicherweise eine spezielle Form der
Anfertigung für spezielle Zwecke.
Die Anwendung des Gerätes betreffend, schließe ich eine Nutzung in mobilen
Nachrichtenzentralen der NVA aus. Aus langjähriger Erfahrung der Arbeit in
mobilen Zentralen war die Nutzung solcher Einrichtungen auf NVA-
Gerätesätzen unmöglich. Nicht ausschließen kann ich die mobile Nutzung auf
beweglichen Einrichtungen der Verwaltung 2000 (Militärabwehr), die auch in
Feldnachrichtenzentralen ihre Führungspunkte entfalteten, zu denen über
Feldkabel auch Leitungen geschaltet wurden.
In stationären Einrichtungen halte ich den Einsatz dieser Geräte für
möglich, allerdings auch nur in Einrichtungen der Abwehr (MfS). Und solche
Einrichtungen haben diese "Brüder" geheim, genutzt. In Strausberg ist mir
eine solche bekannt. Als Einzelleitungen waren die Aderpaare geschaltet und
wurden möglicherweise zusammengefasst über ein mehrpaariges Kabel zur
Aufzeichnung geschaltet. Das Mira als Kassettenrecorder wurde in der NVA als
offizielles Aufzeichnungsgerät im KDG-Ü
(Kommando-Diktier-Gerät-Überwachung)im Set genutzt. Es war in der
Fernsprechüberwachung der Nachrichtenzentrale des MfNV eingesetzt.
Meine Gedanken stellen leider keine exakte Antwort dar, möglicherweise
helfen sie jedoch ein Stück weiter in der Recherche.

Mit freundlichen Grüßen


Der Verfasser der Antwort hat diese Internetpräsens. http://jobakampe.magix.net/public/impressum.htm

Da durch Herrn Kampe die Vermutung geäußert wurde, dass dieses Gerät durch die Verwaltung 2000 genutzt/ in Verkehr gebracht wurde , möchte ich in diesem Forum mal um Informationen zu dem Gerät bitten.
Kennt jemand das abgebildete Gerät?

Diese Anfrage habe ich auch im Forum der Reservisten gestellt, aber keine Hinweise auf dieses Gerät erhalten.

Ich hatte das Gerät auch bei Ausstellungen meiner Technik mit.
Ein ehemaliger Angehöriger einer Raketeneinheit meinte sich erinnern zu können diese Gerät schon einmal auf einem Fahrzeug dieser Truppen gesehen zu haben.
Mit Gewissheit konnte er es aber nicht sagen.


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29.12.2014 22:56
#8
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Administrator

@polsam
Ich habe nach dem NFWL-14 gesucht und folgendes gefunden
Bezeichnung: Nachrichten- und Flugsicherungswerkstatt und -lager 14 (NFWL-14)
Standort: Cottbus
Unterstellung: NVA . MfNV .. Kdo. LSK/LV

Versuche doch maljemanden aus Cottbus von der Werkstatt zu finden. Das die 2000 das benutzt haben könnte zwar sein, aber die kontrolle und Überprüfung der Geräte würden dann nicht in "Femdwerkstätten" durchgeführt werden. Ich könnte mir aber vorstellen, das die geräte zur stationären Flugfunküberwachung eingesetzt wurden. Also auf dem Stützpunkt der Flughäfen der NVA. Also könnten Nachrichtenmenschen der Luft eventuell helfen.
An den Anworten von Jo.Kampe entnehme ich das diese geräte mit Sicherheit nicht bei den Landstreitkräften eingesetz waren. Es könnte sich aber auch um ein Gerät aus der MMM-Bewegung handeln.
Ich hoffe nicht zu viel Unruhe in deine Suche gebracht zu haben.
Oldi


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30.12.2014 09:24 (zuletzt bearbeitet: 30.12.2014 09:25)
avatar  bronski ( gelöscht )
#9
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bronski ( gelöscht )

die von @Orlow angehangene Datei ist leider nicht zu öffnen


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30.12.2014 16:12
#10
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Zum KDG-Ü findet man hier einiges:
http://www.rft-geraete.de/Geraete-fuer-Behoerden

Eigentlich war das ganze nur ein Diktiergerät, schön im Koffer verpackt mit gewissem Zubehör wie z.B. die Löschdrossel, die ein starkes Magnetfeld erzeugte und somit in der Lage war, eine Komplette Magnetbandkassette in Sekunden zu löschen. (Sicherheit)

Ein Prospekt zum Mira-Diktat habe ich von damals noch von einer Leipziger Messe.
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Boofinger

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10.05.2016 20:59
#11
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Hier ein Hinweis auf einen OTZ-Artikel zum Thema Blinker:
http://jena.otz.de/web/lokal/leben/detai...stae-2078417436

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10.05.2016 21:01
#12
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Hier gibt es einen Veranstaltungshinweis.
https://www.reservistenverband.de/custom...ungshinweis.png

Hier das direkt verlinkte Bild:


Boofinger

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10.05.2016 22:18
#13
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Es ist etwas verwirrend mit dem Termin zu dieser Ausstellung.
Im Stadtmagazin Jena ist ebenfalls ein Hinweis auf Seite 9 zu finden.

https://issuu.com/07dasmagazinstadtland/...7_ausgabe77_www

Nach den Angaben hier ist die Ausstellung nur jeweils an den Wochenenden am Johanistor Jena zu sehen.
Ich stelle mal ein Bildschirmfoto des Artikel ein.

Bild entfernt (keine Rechte)

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19.06.2016 17:39
avatar  0bstihj
#14
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Das habe ich mal in einer BW Kaserne stehen sehen, war wohl auch ein Sammler.
Das Teil kenne ich auch noch aus DDR Postzeiten. was es genau ist, keine Kennung mehr.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Denkt daran, ein Lächeln kostet nichts, kann dafür aber umsomehr geben!

Bilder soweit nicht andere Ownerangabe erfolgt, sind aus meiner Kamera und damit mein Eigentum.
Eigene Bilder die ich hier im Forum eingestellt habe, gelten als frei und können weitergenutzt werden,
diese Freigabe gilt nicht für kommerzielle Zwecke!

Artikel scanne ich lieber ein und lade diese über ein Bildbearbeitungstool hoch. Eingestellte Links zu versch. Artikeln
sind nach einiger Zeit nicht mehr Verfügbar und so mancher Beitrag wird damit sinnfrei. Diese kleine Mühe für Nachhaltigkeit nehme ich dann gern auf mich.

Gleichzeitig biete ich an die Bücher gegen Erstattung der Portokosten 2 x 2,55 € (Großbrief bis 1Kg)auszuleihen. Bei den heutigen Preisen muss man ja nicht
jedes Buch kaufen um es zu lesen. Wer also den Wunsch hat eines der Bücher zu lesen, kann sich gern per e-Mail melden.

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19.06.2016 20:11 (zuletzt bearbeitet: 19.06.2016 20:19)
#15
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Na Klasse, Obstihj.
Hier noch zwei Bilder zur Aufklärung. Du hattest recht mit deiner Vermutung der Nutzung durch die POST. Das war ein Teil in einem Prüffeld. Damit wurden Leitungen, Wähler, Sicherungen geprüft.


Bild entfernt (keine Rechte) Bild entfernt (keine Rechte)

Die Technik und noch vieles mehr sind im Fernmeldemuseum Mühlhausen zu sehen.



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Jedes Ding hat drei Seiten: mein, deine und die der Tatsachen.


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20.06.2016 21:31
#16
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@Obsti, diese Telefonkisten findest Du auch auf dem Brocken im Museum und in Thale/Harz im DDR-Museum.
Leider habe ich dort auch nur die Kisten fotografiert, aber nicht die Beschreibung, was es ist.
Zumindest auf dem Brocken glaube ich mich zu erinnern, eine Tafel mit Beschreibung gesehen zu haben.

Boofinger

Auf dem Brocken im Museum:
Bild entfernt (keine Rechte)

Und in Thale im DDR-Museum:
Bild entfernt (keine Rechte)

NVA * GWD 88-90 * 3. Raketenbrigade

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20.06.2016 22:26 (zuletzt bearbeitet: 20.06.2016 22:41)
#17
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Kleiner Prüfschrank 50
VEB Telefon- und Signalbau (RFT, DP)



Der Prüfschrank wurde zur Messung der Teilnehmerleitung und des Fernsprechers mit einem Trennstecker am Hauptverteiler verbunden.

Dadurch kann jede beliebige Leitung über den Prüfschrank geführt werden.

Die zu prüfende Leitung wird dabei am Hauptverteiler aufgetrennt und als innen und Außenleitung zum Prüfschrank geführt.

Es können verschiedenen Messungen durchgeführt werden.

Mit dem mA Instrument (0 bis 60 mA) wird das Impulsverhältnis am Nummernschalter geprüft
Mit dem Frequenzmesser (7 bis 13 Hz) wird die Geschwindigkeit des Nummernschalters geprüft.
Mit dem unteren Instrument wird der Schleifen- und Isolationswiderstand der Teilnehmerleitung gemessenen.

Eingesetzt in Nebenstellenanlagen aller Größen sowie z.T. in öffentlichen Vermittlungsstellen zur Prüfung von Sprechstellenapparaten, Teilnehmeranschlußleitungen und -organen in VStW. Hergestellt für 24 V oder 60 V.

Zum Prüfen wird am Hauptverteiler ein spezieller Prüfstecker auf die Sicherungsleiste gesetzt, der getrennt Außen- und Innenleitung sowie die Sicherungen über eine 6aderige Verbindungsleitung an den Prüfschrank führt.

Mittels Hebelschalter können Isolations-, Schleifenwiderstands-, Sicherungs- und Erdschlußprüfungen sowie Prüfungen der Funktionsfähigkeit von Apparate-Nummernschalter und -kondensator und der richtigen Funktionsfähigkeit des vermittlungsseitigen Teilnehmer-Anschlußorganes (Vor- und Leitungswähler) durchgeführt werden.

Die zu prüfendem Leitungen bzw. Sprechstellen werden mit Hilfe einer 6-adrigen Prüfschnur von der Sicherungs- oder Trennleiste am Hauptverteiler über Prüfklinken mit dem "Kleinen Prüfschrank" verbunden.

Solange sich die Schalter La und Li noch in Ruhelage befinden, ist die Außenleitung mit der Innenleitung verbunden, Der Sprechverkehr des Teilnehmern wird nicht gestört. Das Gespräch eines Teilnehmers kann nach Abnehmen des Handapparates mitgehört werden.

Durch Umlegen des Kipphebelschalters
La werden beide Zweige der Außenleitung,
Li werden beide Zweige der Innenleitung,
Sa wird die Feinsicherung des a-Zweiges,
Sb wird die Feinsicherung des b-Zweiges
angeschaltet.

Bild entfernt (keine Rechte)

Die übrigen Kipphebelschalter haben folgenden Zweck:
Vt vertauscht a- und b-Zweig der Leitung,
A trennt den Prüfstöpsel ab und schaltet die Abfrageeinrichtung des Prüfschrankes zur Übertragung 535 S 9/1 durch
VW schaltet nach Umlegen von A die Abfrageeinrichtung des Prüfschrankes auf den der Prüfstelle zugeordneten Vorwähler.
Ea legt Erde an die a-Ader im Prüfschrank.
Eb legt Erde an die b-Ader im Prüfschrank.
R schaltet den Rufstrom an.
PNF dient in Verbindung mit der Prüfnummernklinke PNK zur Nummernschalterprüfung mit Feinprüfgerät
schaltet die Speisung des Prüfschrankes ab und legt einen Gleichstromhaltekreise in die a-/b- Leitung.
Ma schaltet in Verbindung mit M1 ... M4 das Ohmmeter an die Leitung, um Fremdspannungen festzustellen.
W schaltet den Wechselstromwecker ein.
MM polt bei fremder Plusspannung auf der a- oder b-Leitung das Ohmmeter um.
N paßt die Püfschaltung an Nebenstellenanlagen mit Speisebrücke an.
Iso trennt den Prüfschrank von der über den Prüfstöpsel angeschlossenen Leitung,
SI bildet Schleife mit der Außen- bzw. Innenleitung, je nachdem La oder Li geschaltet sind.
PNt schaltet den Frequenzmesser zur Prüfung der Nummernschalter-Ablaufzeit an.
PNi schaltet den Strommesser zur Püufung des Nummernschalterimpulsverhältnisse an, b2/b2,5/b3/b3,5 schalten Dampfungsglieder von 2... 3,5 N zwischen die zu prüfende Leitung und den Sprechkreis des Prüfschrankes ein.
M1/M2/M3/M4 schalten bei Isolations- bzw. Widerstandsmessungen den gewünschten Meßbereich ein. Meßbereiche:
M1 ... 10 M-Ohm
M2 ... 1 M-Ohm
M3 ...100 K-Ohm
M4 ... 10 K-Ohm

Zweck dar Drucktasten:
Na schaltet die Leitung von der Übertragung auf eine Sonderabfragestelle (Nachtschaltung).
Ah hält den Anruf, der den Prüfschrank über die Übertragung erreicht.

Aus Klinke BK wird Strom für den Impulsschreiber entnommen.
An Klinke PNK wird der Impulsschreiber mittels Stöpselschnur angeschlossen.
Regelwiderstand RQ ermöglicht es, bei gedrückter Taste TN das Ohmmeter auf Vollausschlag einzuregeln.



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21.06.2016 12:45 (zuletzt bearbeitet: 21.06.2016 12:58)
#18
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Der kleine Prüfschrank 56 (60 Volt Ausfertigung) befindet sich auch im Bestand meiner kleinen Sammlung. Leider noch nicht funktionstüchtig, da mir noch ein 60 Volt Trafo fehlt.

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Mit freundlichen Grüßen Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info


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21.06.2016 19:42
avatar  0bstihj
#19
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Da erkenne ich doch glatt alpha ferro uni Quick, das erste Tastentelefon der DDR für die bescheidene Masse

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Denkt daran, ein Lächeln kostet nichts, kann dafür aber umsomehr geben!

Bilder soweit nicht andere Ownerangabe erfolgt, sind aus meiner Kamera und damit mein Eigentum.
Eigene Bilder die ich hier im Forum eingestellt habe, gelten als frei und können weitergenutzt werden,
diese Freigabe gilt nicht für kommerzielle Zwecke!

Artikel scanne ich lieber ein und lade diese über ein Bildbearbeitungstool hoch. Eingestellte Links zu versch. Artikeln
sind nach einiger Zeit nicht mehr Verfügbar und so mancher Beitrag wird damit sinnfrei. Diese kleine Mühe für Nachhaltigkeit nehme ich dann gern auf mich.

Gleichzeitig biete ich an die Bücher gegen Erstattung der Portokosten 2 x 2,55 € (Großbrief bis 1Kg)auszuleihen. Bei den heutigen Preisen muss man ja nicht
jedes Buch kaufen um es zu lesen. Wer also den Wunsch hat eines der Bücher zu lesen, kann sich gern per e-Mail melden.

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22.06.2016 11:04
#20
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Hier noch ein weiteres interessantes Telefon aus meiner Sammlung.
Hersteller RFT VEB Fernmeldewerk Nordhausen, Apart 2510/UVA 601 Typ 703, Baujahr 04/90.
Dieses Gerät verfügt über eine s.g. Folientastatur, einen Schlüsselschalter, Rufnummernspreicher (Stützbatterie 3x1,5 AA), Anschluss für einen AB, LCD Anzeige.

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Mit freundlichen Grüßen Chris
www.polizeilada.de
www.grenzradio911.info


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