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Besuch im Bayrischen Armeemuseum
#1

Wie beim letzten Stammtisch "angedroht" nun mein Bericht vom Besuch selbigen Museums gemeinsam mit einem User eines Nachbarforums. Leider kam er schon mal eine halbe Stunde später an, der Nachteil des 9€-Ticket's, er musste wegen Überfüllung des ausgesuchten Zuges warten... aber dafür hat's mit dem nächsten Zug geklappt und dieser war pünktlich. Nach der Ankunft ging es dann per pedes zum avisierten Ziel über das man sich hier oder auf Wiki informieren kann.
Nach ca. 20 min kam dann auch das (erste) Zielobjekt "Reduit Tilly" in Sicht
#2

In diesem Teil des Museums befinden sich die Sammlungen zur Geschichte der bayrischen Armee von den Anfängen bis 1945 mit Schwerpunkt 1. Weltkrieg. Auf Grund meiner "Vorbelastung" ist der Bericht denn doch "etwas artillerielastig"
gezeigt wird hier eines der ersten Hinterlader im Kaliber 7,5 cm mit glatten Rohr , dessen Verschluß (Drehkolbenverschluß System Wahrendorff) und eine Ordensspange von Österreich
#3

weiter ging es dann in den Ausstellungsbereich zum 1. Weltkrieg: Blitzlicht war nicht gestattet... hellere Aufnahmen auf der Museumshompage hier gezeigt wurden Nachbauten eines Unterstands sowie eines Grabenabschnittes Der Mörser im letzten Bild hat ein etwas größeres Kaliber....
#4

Nun etwas Propaganda... Ähnlichkeiten mit aktuellen Gegebenheiten sind rein zufällig und (sicherlich) vom Museum nicht beabsichtigt...
ich setze morgen fort
#5

die einzelnen Abschnitte waren mit Videos ergänzt um Zusammenhänge zu erläutern, besonders im Teil des 1. WK weiter geht es mit recht interessanten Geschützen:: im linken Bild eine 7,62cm Feldkanone, noch mit Hartbronzerohr sowie weiterentwickelten Seitenkeilverschluß, gefolgt von einen Gebirgsgeschütz mit FallBlockverschluß, noch mit Hand zu betätigen; im Bild rechts daneben die Erläuterung
Bearbeitet: Kaliberangabe falsche Maßeinheit korrigiert
#6

auch interessant: mittels Modellbau wurden Teile der Versorgung der Truppen vorgestellt: Hier das Modell einer Brigadelokomotive, die in dieser Form noch bis 1961 in Jugoslawien verwendet wurde. Ein Original steht noch im Eisenbahnmuseum Neuermark-Wirsberg (steht noch auf meiner to-do-Liste); weiteres zu Lokomotive findet man unter HFB-Brigadelokomotive bei Wiki. Das nächste Bild zeigt im Modell im Waggonwerk Bautzen hergestellte Feldbahn-Sanitätswagen Die Spurweite beträgt 60cm. Das letzte Bild zeigt ein 7,5cm Gebirgskanone 15 von SKODA.. in dieser Form verwendet bis 1945
#7

weiter geht es mit einer 7,5cm Feldkanone 16 n.A.(neueArt) verwendet ab 1934 bis Kriegsende; verwundert hat mich dann aber doch dieses Geschütz nach System Gatling, kannte ich dieses doch nicht im deutschen Heer. Diese sogenannte Feldl-Geschütz wurde im deutsch-französischen Krieg eingesetzt. Als letztes ein Gedenkstein des 1. königlich-bayrischen Artillerieregiments
#8

ergänzt wurde die Ausstellung mit je einem Teilabschnitt zum 2. WK sowie zum bayrischen Anteil am Attentat auf Hitler in der Wolfsschanze. als erstes ein von oldman im Nachbarforum bereits einmal vorgestelltem Gebirgsgeschütz 36 im 7,5cm-Kaliber hier mit geschlitzter Rohrbremse, das abnehmbare Bodenstück mit Schubkurbelflachkeilverschluß ( schönes Wort), linksdaneben daneben ein Rohr, deren Mündungsbremse mit Lochbohrungen versehen ist (Standardausführung) , als letztes Bild die letzten Worte Roland von Hösslin, Regimentskamerad von Stauffenberg im Bereich Widerstand vom 22.Juli 44..hier Teile seiner Biografie
#9

nach den reichlich 2 h war es zum Essengehen noch zu zeitig, also entschlossen wir uns noch in das 2. Objekt des Museums zu gehen, das "Neue Schloß", keine 5 min von der Redoute Tilly entfernt. Vorm Schloß grüßten schon mal insgesamt 17 Bronzekanonenrohre,
die ältesten von 1525... darinnen eine reichhaltige Sammlung historischer Waffe (natürlich mit Geschützen), eine Sonderausstellung zum Ukrainekrieg eines Bildreporters, natürlich von der ukrainischen Seite aus sowie ein recht großes Zinnfigurenkabinett. Teile davon
wurden im Nachbarforum schon vorgestellt
#10

im Hauptgebäude Erdgeschoß eine große Sammlung von Blankwaffen, Rüstungen und Gemälden sowie eine Reihe von Vorderladerkanonen, hier eine Vorderladerkanone aus Nürnberg mit einem Vorläufer eines gezogenen Rohres. Wer genau hinschaut sieht das achtkantige Innenrohr im mittleren Bild, die Herkunft und im letzten Bild das Zündloch
#11

hier das älteste Stück, eine Hakenbüchse gefunden in Schrobenhausen aus dem 15. Jhdt, im nächsten Bild eine 6 Pfünder Feldkanone ARCO CARL von 1814 (Lafette von 1866), das letzte Bild zeigt die Initialen I.R. Augsburg IR sind die Initalen des Geschützgießers Ignaz Reißer,
der Schwalbenschwanz auf dem Bodenring über der Traube diente zur Aufnahme eines Richtaufsatzes
#12

So, eine(n) habe ich noch: den ersten Hinterlader mit gezogenem Rohr der bayrischen Armee; dazu die Ausstellungsbeschreibung und als letztes Bild das "Bodenstück": im Bereich des Verschlußes verstärkt und über der Visierung ist die "Schußtafel" eingraviert
Technisch gesehen ist das Teil eine Weiterentwicklung der mittelalterlichen Kammergeschütze, der ersten Hinterladerkanonen. Der Verschluß ist eine peußische Weiterentwicklung des Wahrendorff'schen Kolbenverschlußes.
#13

Bin gespannt, wann die Türkei die Auslieferung beantragt ausgestellt ist das Zelt des Großwesirs Sarı Süleyman Paşa, erobert 1687 in der Schlacht bei Mohacs durch Truppen Maximilian II. Emanuel von Bayern (1662–1726)
anbei ein 35min mp3 Vortrag zum Ausstellungsobjekt.... Wenn ich da an unsere 5x5-Zelte oder an mein BO-Zelt denke
#14

Ebenso untergebracht im Museum ein Zinnfigurenkabinett ( mit nicht nur Zinnfiguren). Mein Begleiter war davon hell begeistert und hat im Nachbarforum das Diorama zur Völkerschlacht von Leipzig vorgestellt. Ich beschränke mich auf ein anderes... als im "preußischen Thüringen" Geborener , also "Saupreiß" für die Bajuwaren bleib ich mal dabei
#15

zum Abschluß noch 3 weitere Szenenbilder aus der Schlacht von Leuthen.... ganz kann ichs mit der Artillerie ja nicht lassen, ein Überblick über das Diorama und zum Schluß seine Majestät Friedrich der Große höchstselbst (als Figur) auf dem Feldherrnhügel die Schlacht mit dem Fernrohr beobachtend
Damit beende ich meinen Bericht

Danke für den schönen Bericht und die Bilder. Sehr interessant deine Ausführungen. Auch in der Heimat gibt es viel zu Sehen!
Denkt daran, ein Lächeln kostet nichts, kann dafür aber umsomehr geben!
Bilder soweit nicht andere Ownerangabe erfolgt, sind aus meiner Kamera und damit mein Eigentum.
Eigene Bilder die ich hier im Forum eingestellt habe, gelten als frei und können weitergenutzt werden,
diese Freigabe gilt nicht für kommerzielle Zwecke!
Artikel scanne ich lieber ein und lade diese über ein Bildbearbeitungstool hoch. Eingestellte Links zu versch. Artikeln
sind nach einiger Zeit nicht mehr Verfügbar und so mancher Beitrag wird damit sinnfrei. Diese kleine Mühe für Nachhaltigkeit nehme ich dann gern auf mich.
Gleichzeitig biete ich an die Bücher gegen Erstattung der Portokosten 2 x 2,55 € (Großbrief bis 1Kg)auszuleihen. Bei den heutigen Preisen muss man ja nicht
jedes Buch kaufen um es zu lesen. Wer also den Wunsch hat eines der Bücher zu lesen, kann sich gern per e-Mail melden.

Bin begeistert von der Bilderinfo, Danke D30. Habe aber eine Frage zu einer Kanone, 7,62mm sollte da das Kaliber sein, ist das so richtig?
Militärhistorische Museen und Ausstellungen gibt es viele, man muss sie nur besuchen.
Werde mal versuchen hier etwas zu sammeln was die Adressen angeht.
#18

oha, da ist wohl was beim Korrekturlesen schief gegangen... richtig ist 76,2mm... hat mich verwundert, bei einem österreichischen Geschütz ein "russisches" Kaliber zu sehen, also 3 Zoll ...1Zoll gleich 2,54 cm, 1 Linie ( russ. Maßeinheit) sind genau 1 Zehntel Zoll ), erst seit 1954 sind die Zollangaben einheitlich, ein preußisches Zoll hatte zum Beispiel 2,6164cm
Noch als Nachsatz: im Beitrag 7 erwähnte ich ein Geschütz n.A. : dies bedeutet "neue Art" und bedeutet Mit Rücklaufbremseinrichtung (RBE) versehene Geschütze gleichen Kalibers bzw auf Basis vorhandener Geschütze mit konstruierte... Die deutschen RBE wurden
in Magdeburg (Grusonwerke) entwickelt, 1891 patentiert. das erste Geschütz mit RBE im deutschen Heer war die 15cm Feldhaubitze 02 . Das erste Geschütz mit RBE ( diese beruhte auch auf die in Magdeburg entwickelte )war allerdings die französische Feldkanone Canon de 75 mm modèle 1897.... und zwang auch das deutsche Heer zur Um- bzw Neukonstruktion ihrer Feldkanonen
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