ESKS in: Die Heiden von Kummerow und ihre lustigen Streiche

02.05.2021 15:04 (zuletzt bearbeitet: 02.05.2021 15:07)
#1
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Mal ein Hinweis auf den schönen Film "Die Heiden von Kummerow und ihre lustigen Streiche", welche letztens (am 4.4.21) im MDR wieder einmal gezeigt wurde.
Da mir die Gegend im Film irgendwie bekannt vor kam, habe ich den Film mir nochmal etwas aufmerksamer in der Mediathek angesehen.

Mediathek: https://www.mdr.de/video/mdr-videos/film...che-ad-100.html
Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=plXHeUb07z0

Viele der Szenen wurden auf der Insel Rügen gedreht, u.a. in einem kleinen Dörfchen, durch welches ich in einem meiner letzten Urlaube auch geradelt bin.
Bemerkenswert an dem Film ist, dass es eine Zusammenarbeit, also Co-Produktion der BRD mit der DDR ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Heiden...stigen_Streiche

Das aber absolut bemerkenswerteste ist, dass die DDR in diesem Film auf sehr geschickt versteckte Weise ihre unverkennbare Handschrift hinterlassen hat, die wohl noch niemandem Aufgefallen ist.
Im Film spielt ein kleines Mädchen mit, die Ulrike. Sie spielt die Tochter des Pastors.
In einigen Szenen (z.B. so um die Minute 22) trägt sie ein liebevoll genähtes Kleid aus Einstrich-Keinstrich (ESKS) Stoff, welche auch noch mit einer schwarz-rot-goldener Borde versehen wurde!
Da dieser Uniformstoff mit Sicherheit nicht im normalen Handel zu bekommen war, müssen doch hier höhere Mächte ihre Finger im Spiel gehabt haben, um ein Zeichen zu setzen.
Es wäre schön, wenn man mehr über die Hintergründe und die Geschichte zu diesem Kleidchen in Erfahrung bringen könnte.

Bild entfernt (keine Rechte)

NVA * GWD 88-90 * 3. Raketenbrigade

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04.05.2021 17:34 (zuletzt bearbeitet: 04.05.2021 17:37)
#2
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In weiser Voraussicht. Sie wollte bvestimmt mal richtige Uniform tragen. Wär ja tatsächlich Interessant wo das Stück Stoff her war. Wann wurde der Film gedreht? Hatten wir da schon die ESKS oder noch den alten Stoff. (https://www.nva-tarnuniformen.com/strichtarn/1967/i-67-1/)

Hab mal gegoogelt:
Der Roman besteht aus 22 Kapiteln, die Episoden aus dem Alltag einer Gruppe von Dorfjungen wiedergeben. Ort der Handlung ist das vorpommersche Dorf Kummerow (gemeint ist das Dorf Biesenbrow, welches heute zu Angermünde gehört[1]) vor dem Ersten Weltkrieg. Geschildert werden Ereignisse, die sich im Zeitraum von Palmarum bis Michaelis eines Jahres zwischen 1900 und 1910 abspielen.[2] Der Ortsname ist von dem in der Nähe befindlichen, ebenfalls am Flüsschen Welse gelegenen Dorf Kummerow entlehnt.

Protagonist der Episoden ist der zehnjährige Bauernsohn Martin Grambauer. Pastor und Lehrer bemühen sich, ihn und seine Freunde zu gottesfürchtigen und regierungstreuen Bürgern zu erziehen. Alte heidnische Traditionen und Bräuche sind der Dorfjugend – und deren Eltern – wichtiger als wilhelminischer Geist. Neben den Spielen, Streichen und Kämpfen der Jungen bestimmt vor allem ihr Verhältnis zu den Erwachsenen die Handlung der einzelnen Episoden. Zentrales Ereignis ist ihre Ächtung eines Tierquälers, wobei die Jungen vom Kuhhirten des Dorfes unterstützt werden. Als dieser daraufhin selbst Opfer der Behörden wird, kann auch die Solidarität der Kinder nicht verhindern, dass er die Gemeinde verlassen muss
.
Originaltitel Die Heiden von Kummerow und ihre lustigen Streiche
Produktionsland Bundesrepublik Deutschland/DDR
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1967

Die Pfarrerstochter war Karin Heidemann:als Ulrike Breithaupt

Übrigens war Klaus Gysi zum Zeitpunkt der Dreharbeiten (1966 bis 1973) Minister für Kultur und Wegbereiter der ersten Kulturkontakte zwischen BRD und DDR.



FuAB-21/NB-4/AB-4/MSR-24/OHS S08/Rentner

Jedes Ding hat drei Seiten: mein, deine und die der Tatsachen.


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