Die Hauptnachrichtenzentrale (HNZ)

11.02.2019 16:58 (zuletzt bearbeitet: 19.02.2024 17:40)
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FuAB-21/NB-4/AB-4/MSR-24/OHS S08/Rentner

Jedes Ding hat drei Seiten: mein, deine und die der Tatsachen.


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06.08.2019 19:44
#2
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Ein interessanter Artikel vom Ltr.HNZ zum Thema "Nachrichtenbunker und ihre Darstellung heute".


Zitat
Joachim Kampe
3. August um 12:46 ·

Das strategische Troposphären- Nachrichtensystem und der „Bunker Eichenthal“ in Mecklenburg Vorpommern - Blick auf ein Bündel von Kommentare in den Netzwerken zum Besuch des Bunkers, der bis 1990 geheim und Nachrichtenorganen der NVA unter anderem Namen bekannt war. Im Bunker war nur eine von vier möglichen Troposphären- Funkstation installiert. Das infolge von Projektänderungen des Troposphären- Nachrichtensystems im Verlaufe seiner Errichtung. Hier liegt auch der Grund für die geringe Bedeutung im Vergleich mit anderen Bunkern gleicher Funktion.
Als Bunker weckt er allemal Interesse. Bei Besuchern bleiben Eindrücke, Empfindungen und Gefühle zurück. In Kommentaren finden sie ihren Ausdruck, mitunter sind sie mangelhaft. Sie sind überwiegend bezogen auf Preise, Verhaltensweisen des Personals und organisatorische Ungereimtheiten. Sachverhalte wie Bedeutung, Standortauswahl, Ausrüstung, Tarnung und Geheimhaltung, Führung innerhalb des Systems, Informationsübermittlung, Anschaltmöglichkeiten, Fernsprechsystem, Störreserven und viele andere mehr, bleiben weitestgehend unberührt, sorgen für Unvollkommenheit im Verständnis der Besucher zu Funktion und Zweckbestimmung des Bunkers. Andererseits werden Ausführungen des Personals in der Regel als Tatsachenfakten wahrgenommen.
Demonstriert wird eine Licht- und Audioshow. Besucher erleben die atomare Gefahr, vor der auch der Bunker nicht geschützt war. Als Insel ohne Verbindungen zur Außenwelt hätte er evtl. überlebt und Leben verlängert. Wie sollte er in einem solchen Szenario Führung gewährleisten. ? Und gerade dieser Umstand wird überbetont und als das „Besondere“ des Systems vermittelt. Die Realitäten einer solchen Situation finden keine Erwähnung.
Das strategische Troposphären- Nachrichtensystem im Einheitlichen Nachrichtensystem des Warschauer Vertrages stellte ein alternatives Führungsinstrument mit hoher Bedeutung dar. Sie lag insbesondere in einer hohen Manövrierfähigkeit hergestellter Nachrichtenkanäle über Achsen und Rochaden, den besonderen Ausbreitungsbedingungen elektro- magnetischer Wellen, seiner teilweisen Schutzeigenschaften und der Sicherstellung anderer nationaler Nachrichtensysteme. Das und vieles mehr ist Besuchern erklärbar und vermittelbar. Ihr Verständnis für die relativ hohen Eintrittspreise würde wachsen und die Führungen nach 45 oder 60 Minuten nicht beendet sein.
Ich empfehle den Besuch des Bunkers. Hinweise auf Fragestellung sind hier ausreichend zu finden. Vergleicht die Antworten mit zugänglichen Veröffentlichungen im Netz und gebotener Literatur. Eine objektive Bewertung wird danach nicht schwer fallen. Das Sachbuch „Geheimobjekt Atombunker- die Troposphären- Funkstation Eichenthal“, empfehle ich allerdings nicht. Ursächlich dafür steht meine Rezension.



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06.08.2019 20:17 (zuletzt bearbeitet: 19.02.2024 17:47)
#3
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Dem Leser zur Orientierung.
- R- 417 (mobil) / Anfang der 90er Jahre in die 2.Nachrichtenbrigade (NBr) und (vorgesehen) die Militärbezirke III und V.
(geplant 3, zugeführt nur 2 Komplexe) Die politischen Ereignisse 1989/ 1990 führten zu anderen Entscheidungen, die
Komplexe verblieben in der 2.NBr Niederlehme

Anmerkung: an der OHS wurde lehrstuhlbedingte Ausbildung von zukünftigen Nachrichtenoffizieren an der Troposphärenfunkstelle durchgeführt.



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21.08.2019 20:23 (zuletzt bearbeitet: 21.08.2019 20:26)
#4
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Objekt 302, Bunker Eichenthal habe ich vor einigen Jahren besucht.
Einiges zu den Gebäuden auf dem Gelände wurde erklärt, in einem Raum lief ein Film mit weiteren Erklärungen zur Troposphärenfunkstelle.
Dann ging es hinab in den Bunker, hier und da waren Aggregate zu sehen. Was mir auffiel, der Bunker war unheimlich geräumig im Gegensatz zum Bunker in Frauenwald.
Zum Schluß der Führung befand man sich im Funkraum und ein Tonband lief mit russischen und deutschen Wortfetzen und Kommandos.
Es wurde der Start einer westlichen Atomrakete und der vorrausichtliche Einschlagszeitpunkt gemeldet.
Es wurde ruhig.
Dann gabs ein ordentlichen Schlag, der Boden wackelte, irgendwelches Mobiliar fiel um, es wurde dunkel und die Notbeleuchtung ging an. Ein kalter Luftzug mit Nebel pfiff durch den Raum.
Wieder Ruhe...
Dann gingen die Lichter wieder an und der Spuk war vorbei.
Eine sehr anschauliche Theatervorstellung.
Der Boden des Raumes war irgendwie so präpariert, dass er beweglich war bzw. vibrieren konnte.

Ich fand es sehens- und erlebenswert.

Boofinger

NVA * GWD 88-90 * 3. Raketenbrigade

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22.08.2019 09:07
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war bestimmt ein tolles Erlebnis mit der "Atomschlagshow"



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22.08.2019 22:54
#6
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als Showelement sicher interessant...ich kenne den techn. Aufbau als solches nicht, aber kann mir vorstellen, dass der auch federnd gelagert ist. Hier noch einiges dazu, was der derzeitige besitzer so verwechselt.... andererseits Hochachtung für die erhaltung dieses guten Stücks ( oder er denkt schon weiter

Es liegt in der menschlichen Natur, daß man von jeder Einrichtung die Dornen stärker empfindet als die Rosen.

Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck (1815 - 1898), preußisch-deutscher Staatsmann und 1. Reichskanzler

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31.08.2019 09:54
#7
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Ich glaube mich zu erinnern, dass etwas von "federnder" Lagerung des Bauwerkes gesprochen wurde (inklusive entsprechend flexibel ausgelegter Versorgungs- und Nachrichtenleitungen) und wie viele Zentimeter das umgebenden Erdreich hätte sich bewegen dürfen.
Es gab, wenn ich mich recht erinnere, eine spezielle Not-Ausstiegsluke für die Mannschaft, die nach einem Schlag einen neuen, bereitliegenden Antennenmast hätte aufstellen müssen.

NVA * GWD 88-90 * 3. Raketenbrigade

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