Rund um die Enigma

16.08.2014 18:09 (zuletzt bearbeitet: 16.08.2014 20:07)
#1
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Ein Rätsel Soll erklärt werden. Anregungen wurden aus dem Forumsumfeld gegeben.
- Was ist/war die ENIGMA
- Technische Informationen
- Weitere Abhandlungen zur ENIGMA
- Wo sind technische Geräte zu sehen
- Eine Betrachtung unter der neuen Technik


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16.08.2014 20:56
#2
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Die ENIGMA (griechisch αἴνιγμα ainigma „Rätsel“) ist eine Rotor-Schlüsselmaschine, die im Zweiten Weltkrieg zur Verschlüsselung des Nachrichtenverkehrs des deutschen Militärs verwendet wurde. Auch andere Dienste, wie Polizei, Geheimdienste, diplomatische Dienste, SD, SS, Reichspost und Reichsbahn, setzten sie zur geheimen Kommunikation ein. Trotz mannigfaltiger Verbesserungen der Verschlüsselungsqualität der Maschine vor und während des Krieges, gelang es den Alliierten mit hohem Aufwand zur Entzifferung, die deutschen Funksprüche nahezu kontinuierlich zu brechen.


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23.08.2014 17:47
#3
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Die Enigma
Hier gibt es die notwendige Erklärung Beschreibung zur Enigma


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16.10.2014 20:23
avatar  Arthur 00He ( gelöscht )
#4
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Arthur 00He ( gelöscht )

Wurde den nun die Enigma auch in Erfurt (Olympia - Optima) hergestellt? Gibt es dazu Beweise?

Arthur


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22.10.2014 11:10
#5
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@Arthur
mir ist nicht bekannt, das Teile oder ganze Geräte in Erfurt gefertigt wurden.
Folgende Aussage habe ich bei Wikipedia gefunden:

Zitat
Militär- und Marinebehörden sowie der auswärtige Dienst, in denen Scherbius seine Hauptabnehmer gesehen hatte, zeigten kaum Interesse, so dass er sie der Allgemeinheit zugänglich machen wollte. Anfang der 20er Jahre präsentierte er sie auf mehreren Kongressen und Post-Ausstellungen in Bern, Stockholm und Leipzig der Öffentlichkeit. Die Enigma wurde von Scherbius als "Gerät zur Übermittlung von geschäftlichen Mitteilungen und Telegrammen" angepriesen und auch so vermarktet. Weil die von der Post übermittelten Telegramme von Unberufenen in einfachster Weise abgehört werden können, empfahl er das Chiffriersystem der ENIGMA. In der Elektronischen Zeitschrift von 1923 beschreibt er die Funktionsweise im Einzelnen und bemerkt: „Neben der Sicherheit muss die Radiotelegraphie noch die schärfsten Anforderungen an betriebsmäßige Verwendbarkeit, an Schnelligkeit, Einfachheit der Bedienung zur Vermeidung von Fehlerquellen und leichte Ausmerzbarkeit von Übertragungsfehlern stellen.“ Im letzten Satz des Artikels heißt es dann: „Die Maschine ist von der Firma Scherbius & Ritter in Berlin-Wannsee entwickelt worden. Das abgebildete neueste Modell dagegen ist von der Gewerkschaft Securitas, Berlin W 35, Steglitzer Str. 2, welche die sämtlichen Patente zwecks Verwendung übernommen hat, unter Mitarbeit der ersteren Firma gebaut worden.“[6]

Scherbius trat seine Rechte an die Berliner Firma „Gewerkschaft Securitas“ ab, der 1925 dann das Patent DRP 416219 auf einen „Chiffrierapparat“ erteilt wurde.[7] Am 9. Juli 1923[8] gründete die Securitas die Chiffriermaschinen-Aktiengesellschaft in Berlin (W.35 Steglitzer Straße 2), in der Scherbius als Direktor beschäftigt war. Sein Mitarbeiter in dieser Firma war der Entwicklungsingenieur Willi Korn.



Das Militär wird bei der Fertigung dieses Gerätes keine breite Zuarbeit von anderen Firmen zugelassen haben. Wer hatte aber die Herstellung der Codebücher im Auftrag? Denn der aus heutiger Sicht "geheime Teil" konnte ja nur der entsprechende Schlüssel sein.


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26.06.2015 17:15
#6
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Administrator


Es gab eine ganze Reihe unterschiedlicher Enigma-Modelle für die zivile und militärische Nutzung, außerdem spezielle Konfigurationen für den Export. Sogar innerhalb einer Baureihe existierten mitunter verschiedene Varianten. Ein "Stammbaum" findet sich in den Links.
Am bekanntesten sind heute die Enigma I, M3 und M4 sowie die Enigma G (Abwehr-Enigma). Für sie gibt es auf dieser Website jeweils auch eigene Simulationen.

Die Modelle I und M3 besaßen drei rotierende Walzen und je eine feste Eintritts- und Umkehrwalze (ETW, UKW). Sie wurden von der Wehrmacht inkl. Kriegsmarine (nur M3) benutzt, mit Ausnahme der U-Boot-Flotte. Diese verwendete das weiterentwickelte Modell M4, bei dem eine zusätzliche einstellbare (aber nicht rotierende) Walze, die sog. Griechenwalze, in Kombination mit einer dünneren UKW-Ausführung zum Einsatz kam, was in der Standardkonfiguration "abwärtskompatibel" zu den Modellen I und M3 war.

Die kompakte Enigma G der Spionageabwehr, ein technisches Kleinod, verfügte im Gegensatz zu den anderen Modellen über ein echtes Getriebe anstelle des sonst üblichen Sperrklinken-Mechanismus. Sie hatte außerdem eine rotierende UKW und Rotorwalzen mit einer größeren Zahl von Übertragskerben, jedoch kein Steckerbrett. Die hier verfügbare Einzelsimulation bildet das Modell G-312 ab, das im Museum in Bletchley Park ausgestellt ist. Im April 2000 wurde es auf spektakuläre Weise kurzzeitig entwendet, allerdings nicht von mir.

Kryptografische Sicherheit: Die hier demonstrierte Methode ist **nicht** zur Verschlüsselung sensibler Daten geeignet! Auch wenn es schwierig sein dürfte, eine einzelne Datei unbekannten Inhalts zu entschlüsseln, so ist die Verschlüsselung der Enigma – aufgrund einiger konzeptioneller Schwächen – nicht annähernd so stark, wie man glauben könnte bzw. wie sie sein könnte. (Die Maschinen wurden von den Alliierten bereits während des Krieges geknackt, wenn auch mit unvorstellbarem Aufwand und viel Glück. Eine spannende Geschichte übrigens.)

Dateianhänge
  • {[norights]}

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31.10.2023 14:43 (zuletzt bearbeitet: 31.10.2023 14:45)
#7
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Hier eine interessante Doku, in der es auch um die Enigma geht .
...und was Erfurt vielleicht mit der Enigma zu tun haben könnte.


MDR Dienstag 17.10. 2023 21:00Uhr 44:30 min

Der Osten - Entdecke wo du lebst Geheimsache Erfurt - Der Enigma Code

https://www.mdr.de/tv/programm/sendung-893794.html

NVA * GWD 88-90 * 3. Raketenbrigade

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01.11.2023 09:27 (zuletzt bearbeitet: 01.11.2023 09:33)
#8
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Nun ja, die Enigma wurde in Erfurt hergestellt, aber nur zum Test im Militär verwendet werden sollte. Soweit ich gelesen habe, war es eine 3 Walzenmaschine.

Während des 2. Weltkrieges ein Modell der Verschlüsselungsmaschine in Erfurt hergestellt wurde, und zwar in den Olympia Büromaschinenwerken. Dabei soll es sich angeblich um das Modell der Enigma handeln, das auf den U-Booten der deutschen Kriegsmarine die geheime Funkübertragung garantieren sollte.

Hier sind einige Hinweise zur Enigma zu finden


Bild entfernt (keine Rechte) Bild entfernt (keine Rechte)
Enigma Information Wikipedia


Von Robert Malmgren - [1], uploaded in english wikipedia on 11. Jan. 2005 by User:Matt Crypto, CC BY-SA 3.0,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=258955


Anm.: Mein Vater war in der BdVP LN und ich habe ihn öfter auf der Arbeit besuchen dürfen. Vermittlung, Wählersaal, Werkstatt und Funkerbude waren keine Geheimnisse für mich. Auf diese Art und Weise habe ich eine Enigma kennengelernt. Damals war aber das nur soweit interessant, wie ich die Lampen zum Leuchten bringen konnte.



FuAB-21/NB-4/AB-4/MSR-24/OHS S08/Rentner

Jedes Ding hat drei Seiten: mein, deine und die der Tatsachen.


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