Zitadelle Petersberg und Cyriaksburg

29.06.2014 12:41
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Erläuterungen zu Militär in Erfurt
Die beiden Zitadellen sind eng miteinander verbunden als Vereidigungswerk der Stadt. Viele Begriffe sind heute nicht mehr in Verwendung, deshalb hier ergänzende Erklärungen. In beiden Schutzbauten wurde Defensionskaserne gebaut.

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Defensivkaserne
Verteidigungsfähiger Kasernenbau.




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Lünette (von franz. lunette, „Brille“[1], das Wort leitet sich ursprünglich von „kleiner Mond“ her) bezeichnet seit dem 17. Jahrhundert im frühneuzeitlichen Festungsbau ein selbständiges Festungswerk mit zwei Facen und zwei Flanken


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Als Ravelin (deutsch: Wallschild) bezeichnet man im Festungswesen ein eigenständiges Werk, dessen Aufgabe es ist, die Kurtine, also den Wall zwischen zwei Bastionen, zu schützen – daher sein deutscher Name Wallschild – und gleichzeitig deren Facen[1] zu flankieren.


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Eine Bastion oder Bollwerk, oberdeutsch auch Bastei[1] genannt, ist eine Anlage, die aus der Linie eines Festungswalls vorspringt und deren Aufgabe es war, den Raum unmittelbar vor dem Wall, den die Verteidiger von der Brustwehr aus nicht unmittelbar einsehen können, seitlich bestreichen zu können. Bastionen haben in einer neuzeitlichen Festung die gleiche Funktion wie die Türme einer antiken oder mittelalterlichen Stadtmauer. Sowohl der Turm als auch die Bastion stellen unabhängig von ihrer äußeren Form den flankierenden Teil eines Festungswalls dar.


Zitat
Hornwerk
Jenseits des Grabens vorgeschobenes Außenwerk, das aus zwei durch eine Kurtine verbundenen Halbbastionen besteht und durch zwei gerade Linien eingefasst wird.



Die Zitadelle Cyriaksburg ist eine ursprünglich städtische, später schwedische, kurmainzische und preußische Stadtfestung des 17. bis 19. Jahrhunderts. Sie liegt auf dem 265 Meter hohen Cyriaksberg. Mit dem Ausbau der Zitadelle Petersberg wurde sie zum detachierten Werk.

Zitat
Detachiertes Werk
Vorgeschobenes Werk, das im Gegensatz zu einem Außenwerk nicht mehr mit der Umwallung der Festung in Verbindung steht und deshalb für eine selbstständige Kampfführung eingerichtet ist. In den Befestigungssystemen des 19. Jahrhunderts waren detachierte Werke von zentraler Bedeutung.





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Ein Kavalier, auch Bastions- bzw. Kurtinenkatze genannt, ist eine Geschützstellung, welche die benachbarten Werke deutlich überragt zur besseren Beherrschung des Vorgeländes oder der Vorwerke an taktischen Schwerpunkten. Kavaliere sind ab dem späten 16. Jahrhundert meist auf Bastionen errichtet. Sie sind in der Regel so angelegt, dass von ihnen und dem Hauptwall aus Etagenfeuer gegeben werden konnte. In der Neuen Deutschen Befestigung auch Bezeichnung für Defensivkasernen hinter Frontwinkeln, die eine den Wall überhöhende Stellung obenauf haben


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Kaponniere
Auch „Grabenkoffer“ oder „Grabenwehr“ genannt. Frei im Graben stehendes oder an den Hauptwall angelehntes Werk, von dem aus der Graben in einer oder beide (Doppelgrabenkaponniere) Richtungen unter Feuer genommen werden kann. Sie besteht meist aus zwei Stockwerken, rechts und links befinden sich Ausfallhöfe. Der Zugang erfolgt durch eine Poterne.


Zitat
Reduit
Rückzugswerk, das üblicherweise innerhalb eines anderen Werkes errichtet wurde und nach dessen Erstürmung einen letzten Widerstandskern bildete.


Zitat
Tambour
Kleiner verteidigungsfähiger Raum zur Deckung anderer Objekte wie Brücken oder ähnliches



Die Grafike wurden von http://www.erfurt.de/ef/de/erleben/sehen...urg/108127.html und http://upload.wikimedia.org/wikipedia/co...Cyriaksburg.jpg übernommen
Erklärungen zu den Bezeichnungen wurden von Wikipedia als Zitate übernommen.


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