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Funk- und funkteschniche Aufklärung

Keine Armee lebt im leeren Raum. Truppenteile und Einheiten müssen geführt werden. Wer führt braucht Informationsträger unterschiedlicher Art, damit gibt er unfreiwillig bekannt, was in nächster Zeit seine Handlungen sein wird.
Das herauszufinden, mit technischen Mitteln, war und ist die Aufgabe der Funk- und funktechnische Aufklärung.
Diese Aufgaben wurden zu Land, Luft und See von regulären Truppenteilen und Einheiten erfüllt. Obwohl sie keine Geheimdienste waren und auch sind haben sie versucht hinter die Geheimnisse der militärischen Führung der anderen Streitkräfte zu kommen.

Ein Interessantes Filmchen zur Funkaufklärung des militärischen Nachrichtendienstes der NVA in Dessau war heute auf Tagesschau24 zu sehen.
Hier habe ich es bei Youtube gefunden.
https://www.youtube.com/watch?v=AhJnu3Y6xGk
Boofinger

Nach dem letzten Stammtischtreffen habe ich ein Buch geschenkt bekommen.
Zitat
aus Amazon
Dieser Band setzt die erfolgreiche Reihe zur militärischen Aufklärung der Nationalen Volksarmee fort. Er folgt Bodo Wegmanns Grundlagenwerk sowie den Zeitzeugenbänden „Im Zentrum und im Einsatz“ und „Offizier, Diplomat und Aufklärer der NVA“. Sie beschreiben vor allem, wie dieser „Supergeheimdienst“ (Tagesthemen) mit sog. Agenturischen Mitarbeitern, Illegalen und anderen menschlichen Quellen im Westen arbeitete. Weitgehend unbekannt blieb, dass der Dienst außerdem über ein umfangreiches Repertoire an Mitteln der Funk- und Funktechnischen Aufklärung verfügte. Mobile Anlagen waren an der Grenze zur Bundesrepublik eingesetzt, große Einrichtungen verbargen sich auf dem "Schwarzen Kopf" bei Zella-Mehlis und dem "Öchsenberg" bei Völkershausen. Auf der Ostsee patrouillierten besonders ausgerüstete Schiffe der Volksmarine, während entlang der Westgrenze ein Flugzeug mit hochmoderner Erfassungstechnik flog, die tief in das Operationsgebiet hinein reichte. Im streng abgeschirmten Areal in Dessau stand eine Parabolspiegelantenne mit zehn Meter Durchmesser für die Satellitenaufklärung. Ob kleine Einheiten der Bundeswehr oder Großverbände der NATO - nur wenige Signale ihrer Zielobjekte entgingen der „Funk- und Funktechnischen Aufklärung“ der NVA. Was 1953 mit einigen Dutzend „Radio-Aufklärern“ begonnen hatte, war drei Jahrzehnte später zu einem Regiment geworden, dem mehr als tausend hoch spezialisierte Fachkräfte angehörten. Es hat lange gedauert, bis sich ein kleiner Kreis von ihnen bereit gefunden hat, über ihre damals streng geheime Arbeit zu berichten. In langer Arbeit haben sie ihre Erinnerungen so zusammengetragen, dass sich Laien ebenso wie Kenner der Materie ein interessantes und sehr authentisches Bild über die Entwicklung, Leistungen und Menschen dieses Kapitels der DDR-Militäraufklärung verschaffen können. Dazu tragen ganz besonders die vielen Abbildungen und erläuterten Fotos bei, die die Autoren hier zum ersten Mal der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Hier wird viel über Funkaufklärung vom Anfang der NVA/KVP bis zum Ende am 31.12.1990
Die ca.470 Seiten hatte ich innehalb eines Tages "verschlungen"
Aus der Reihe gibt es noch mehr Interessantes zu erfahren.
Für 1,5 Jahre war ich auch ein Steinchen in diesem Dienst. Ich bin heute noch stolz darauf. Hat doch die Ausbildung meinen militärischen Weg stark geprägt.


Eisenbart hat aber da auch Staub gewischt, aber erst nach mir.
Ist aber ein interessantes Gebiet. Wenn an der OHS von Na-OS eine Übung gefahren wurde hatte ich immer „Überwachungsdienst“. War aber leichter als real. Kannte ja die Frequenzen und Rufzeichen. Die Geräte waren die gleichen wie in Dessau allerdings mit Tonbandgeräten zur Aufzeichnung wegen der Realauswertung. Unsere Übungsnetze wurden ja auch von „Berufsaufklärern“ der NVA überwacht. Allerdings kam die Auswertung erst über den Dienstweg und verpuffte, da wir ja schon die notwendigen Maßnahmen ergriffen haben.
Es gab aber auch „Oberschlaue“ die der Meinung waren wenn wir was senden erwischt uns niemand. Denkste, die G-H-G Truppe spielte dann verrückt und forschte meistens mir Erfolg.
Da können wir uns ja mal am Stammtisch unterhalten
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