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Betrafen und Belobigen liegen nabeneinader

Die Geschichte des Elbschießens im Sommer 1976
Das Ganze fand im Sommer 1976 auf dem TÜP Annaburg statt. Der ehem. OOArt hatte etwa einen Monat vorher die Planstelle Leiter Artillerie übernommen, befand sich aber im geplanten Jahresurlaub und mit seiner Familie an der Ostsee. Das jährliche Sommerfeldlager der Artilleristen wurde vom neuen OOArt (Blacki) geleitet, der bis dahin BC der Haubitzbatterie war. Diese Planstelle hatte ein BO übernommen.
Vor dem regulären Schießen führten die Batterien individuelle Übung-und Prüfungsschießen durch und so auch die Haubitzbatterie.
BO, also Führer der Feuerstellung, war ein Offiziersschüler im Praktikum.
Die Geschütze befanden sich in der Feuerstellung 1 und der Hfw. der Batterie, machte den BO darauf aufmerksam, dass die Rohre ziemlich weit nach links stehen würden. "Sonst haben wir immer viel weiter nach rechst gestanden!" Die Antwort des OS war: „Bin ich hier der BO oder du?", worauf der Hfw. achselzuckend wegging.
Das Schießen begann, es schossen die Haubitzbatterie des MSR-24 und des MSR-23 auf verschiedenen Ziele. Der BO befahl "Feuer" und es schlug auch eine Granate ein, allerdings sehr weit rechts (es war die Granate des MSR-23), der Einschlag wurde angemessen, korrigiert und der BO befahl eine Batterielage. Auch die kam, aber trotz Korrektur zu weit rechts. Der Zufall wollte es wirklich, das, jedes Mal wenn der BO "Feuer" befahl, die vom 23sten geschossen hatten.
Das Training wurde, theoretisch und ohne scharfen Schuss, fortgesetzt, bis ein aufgeregter Vertreter der Kommandantur kam und sofortigen Halt befahl, weil Artilleriegeschosse über Dautzschen geflogen waren und zwischen dem Ort und der Elbe einschlugen. Nach einer Prüfung der Einstellungen und Richtungen konnte das nur die Batterie vom MSR-24 gewesen sein.
Es wurde natürlich eine sofortige, unverzügliche Untersuchung eingeleitet und der Meldeweg kam in Gang. Und wie das so war, Meldung ans Regiment „Überprüft das erst mal, ehe wir das weitermelden", von Regiment an Division „überprüft erst mal ..." MSD an MB "überprüft erst mal ..." MB ans KdoLaSK dito. Jedenfalls ging es auf dem Parteiweg, den der Bürgermeister einnahm wesentlich schneller und (wie uns später Untersuchungsoffiziere vom Ministerium hinter vorgehaltener Hand sagten ) muss wohl E. Honecker den Armeegeneral Hoffmann zu sich befohlen haben und ihm sinngemäß mitgeteilt haben, dass er ja nichts dagegen hätte, dass die NVA übe, das aber im Sinne der Erfüllung der Volkswirtschaftspläne die Zivilbevölkerung gefälligst herausgehalten werden soll.
Nun zu den Schüssen. Die erste Untersuchungskommission zählte nur die Schüsse der Batterielage, also 6 Granaten. Es waren aber 7 abgefeuert worden. Den 1. Schuss nahm man nicht für voll, obwohl der Einschlag zu erkennen war.
Weil wir nun 2 Tage lang im Gelände herumkrochen, schnappte sich der Hfw nachts einen Spaten, nachdem er auf dem Platz Splitter eingesammelt hatte, buddelte eine Schleifspur und verteilte die Splitter. Es muss wohl ein Abpraller gewesen sein, so die Theorie. Als nun aber die Untersuchungsgruppe des Ministeriums eintraf, markierten sie jeden, wirklich jeden, Einschlag mit einer Nummer. Und da waren nun 7 Einschläge und ein Abpraller, also 8 Granaten. Mit hängenden Ohren meldete sich der Hfw als Urheber des 8. "Schusses". Das Fazit war:
Es wurden bestraft:
Der Leiter Artillerie - der sich an der Ostsee befand und damit nichts zu tun hatte, der OOArt und BC der auf der BSt war, der Hfw - wegen Verfälschung der Spuren. Der OS im Praktikum wurde NICHT bestraft, weil er ja dann einen Monat später nicht zum Offizier ernannt worden wäre.
Geschichte wurd überliefert, Die Namen sind in entsprechende Dienststellungen geändert.

Mit der zeitlichen Einordnung ist das so eine Sache, nach so vielen Jahren hätte ich der Zeitraum etwas später eingeordnet. Aber alles korrekt. Eine Grante soll in den Elbwiesen eingeschlagen haben. Zwei alter Kriegskameraden beobachteten den Einschlag während des Angelns. Da es sehr warm gewesen glaubte der eine, es wäre ein Blindgänger aus den Krieg. Der zweite Angler war Artillerist im Krieg und gab mit tiefster Überzeugung kund, das war ein Einschlag.

Um 1980 hatte wie jeden Monat, einmal im O.v.D. Im gesamten MSR 24, war es ungewöhnlich ruhig. Der G.O.v.D hatte sich zur Ruhe begeben, bis um 02.00Uhr. Meine Ruhezeit begann danach. Diese Zeit nutze ich für Arbeiten meines Fachdienstes, da wurde ich selten gestört.
Morgens nach der Meldung der Verpflegungsstärke, beauftrage ich meine Sachbearbeiterin die Strichlisten einzubehalten. Diese lies ich mir dann abends zum O.v.D. bringen. In der Nachtzeit kontrollierte ich die gesamten Strichlisten. Dies wurde dann zur monatlichen Besprechung des StKRD, mit den Hauptfeldwebeln durch mich ausgewertet.
Während eines der Dienste klingelte kurz nach Mitternacht das Telefon. Das war meist nichts Gutes. Es war ein U.v.D. Völlig aufgelöst rief er ins Telefon bei uns brennt es. Er wusste weder seine Einheit, noch den Block. Auf meine etwas scharfe Frage wieso, sagte er leise, ich bin gegen Abend erst zu versetzt worden. Mit dem anderen Telfon alarmierte ich die Feuerwache und betonte gleich, es brennt tatsächlich. Marschbereitschaft herstellen. Dann versuchte ich den U.vD. zu beruhigen und versuchte mit ihm seine Einheit und Block ausfindig zu machen. An Hand der Diensttafel war dann klar, es war die Stabskompanie. In der Zwischenzeit hatte die Feuerwache das Feuer schon gesichtet. Es wurde nach kurzer Zeit gelöscht.
Es war eher ein verschulden des Einheitskommandeurs und Hauptfeldwebels, wie kann man einen jungen Unteroffizier am Tag der Ankunft zum Dienst einteilen.

Hallo Orlow, da ich ja indirekt auch etwas mit den Verpflegungslisten zu tun hatte, würde mich interessieren was Du da an den Strichlisten
kontrolliert und dann mit den verantwortlich ausgewertet hattest.
Denkt daran, ein Lächeln kostet nichts, kann dafür aber umsomehr geben!
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Gleichzeitig biete ich an die Bücher gegen Erstattung der Portokosten 2 x 2,55 € (Großbrief bis 1Kg)auszuleihen. Bei den heutigen Preisen muss man ja nicht
jedes Buch kaufen um es zu lesen. Wer also den Wunsch hat eines der Bücher zu lesen, kann sich gern per e-Mail melden.

In den späten 1970 Jahren wurde die Verpflegungsvorschrift präzisiert. Vorausgegangen war ein Besonders Vorkommnis bei der doppelten Führung mehrer Armeeangehörigen. (Anzahl der Armeeangehörigen X Tage X Verpflegungssatz)
Festgelegt wurde die namentliche Aufführung der Armeeangehörigen im Strichlichstenbuch ist mit Org. Auff. Abzustimmen, mit Bestätigungsvermerk.
Dies kontrollierte ich in erster Linie, ebenso wie die Eintragungen. Die oben genannte Festlegung der Anstimmung mit Org. Auff. War auch im Kontrollprogramm der Vorgesetzten Dienststellen.
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